12 Fakten über Tomaten, die Sie nie vermutet hätten.

Am 4. September 2017 von

Sie essen bestimmt auch gerne Pasta mit Tomatensoße oder Salat Caprese mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum? Wer nicht! Tomaten sind eines der vielseitigsten und am häufigsten verwendeten Lebensmittel in der deutschen und internationalen Küche. Sie schmecken nicht nur lecker, sie sind vor allem auch noch basisch. Allerdings nur, so lange sie frisch sind.

verschiedene Tomaten-Sorten - alle basisch

Was es sonst noch über die Tomate zu wissen gibt und was Sie wahrscheinlich bisher nie vermutet hätten, erfahren Sie hier in unseren zwölf Fakten:

  1. Die Tomate war lange Zeit bekannt unter den Namen Liebesapfel oder Goldapfel, deshalb lautet ihr italienischer Name auch „pomodoro“. Erst im 19. Jahrhundert bekam sie ihren uns heute gebräuchlichen Namen „Tomate“.
  2. Die Tomate gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, dazu zählen beispielsweise auch die Kartoffel oder die Paprika. Die Pflanzen dieser Familie besitzen teilweise giftige Inhaltsstoffe, weshalb die Tomate erst als ungenießbar galt. Das enthaltene Alkaloid Solanin kann bei Verzehr von unreifen Tomaten zu Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Übelkeit führen. Allerdings wird der Giftstoff bei der Reifung der Frucht vollständig abgebaut.
  3. Das Nachtschattengewächs kommt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Dort wurden Tomaten bereits von den Mayas und anderen alten Völkern als „xitomatl“ aufgezogen. Erst später im Jahre 1500 brachte sie Christoph Kolumbus mit von seiner Entdeckungsreise nach Europa.
  4. Zuerst galt die Tomate mit ihren schönen roten Früchten nur als Zierpflanze. Anhand von Aufzeichnungen wurden sie wohl im 17. Jahrhundert in Italien erstmals als Nahrungsmittel genutzt. Schon gegen Ende des 18. Jahrhunderts findet man in der Encyclopædia Britannica den Eintrag, dass der Einsatz von Tomaten in der Küche als „alltäglich“ galt. Etwas später um 1900 wurden sie dann auch in Deutschland in Saucen, Suppen und Salaten verwendet. Den richtigen Durchbruch schafften sie hierzulande aber erst in der Nachkriegszeit.
  5. Seit dem ist die Tomate mit Abstand unser liebstes Gemüse. Jeder Deutsche verzehrt rund 22 Kilo Tomaten im Jahr. Davon ist rund die Hälfte frisch und zur anderen Hälfte aus der Dose oder in getrockneter Form.
  6. Nicht Italien, Spanien oder die Niederlande gehören zu den größten Tomaten-Produzenten weltweit, sondern die Volksrepublik China. Mit 31 Millionen Tonnen Tomaten jährlich belegt China den ersten Platz als führender Tomaten-Hersteller.
  7. Tomaten sind nicht immer nur rot. Es gibt sie in allen möglichen anderen Farben, in weiß, gelb, orange, rot, rosa, violett, grün, braun und schwarz. Auch gestreifte und marmorierte Tomaten wurden schon gefunden. In den deutschen Handel kommen diese Sorten nur selten.
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Ich selbst habe gelbe und grüne Tomaten im Bioladen gefunden. Die grünen Tomaten nennen sich Kumato Tomaten. Auf den ersten Blick wirken sie recht unreif und man vermutete, dass sie bitter schmecken könnten. Sie haben jedoch einen recht festen Biss und schmecken süßer als gewöhnliche Tomaten mit einer leicht säuerlichen Note.

grüne und reife basische Tomaten

Die kleinen gelben Tomaten enthalten weniger Säure als Kirschtomaten und sind gerade für Menschen mit empfindlichem Magen verträglicher. Ich fand Sie einfach nur lecker.

gelbe basische Tomaten

So aromatisch, dass ich damit einen asiatischen Salat kredenzt habe. Das Rezept finden Sie unten.

  1. Die Tomate ist eine kleine Frucht mit großer Wirkung. Die rote Frucht ist nämlich sehr gesund, deshalb sollten Sie sie unbedingt regelmäßig auf Ihren Speiseplan setzen. Neben sekundären Pflanzenstoffen, die das Immunsystem stärken und das Risiko an Krebs zu erkranken senken, liefert die Tomate noch sehr viel Vitamin C. Vitamin C schützt Ihre Zellen, indem es zuschädigende Sauerstoffradikale abfängt. Besonders interessant ist, dass Tomaten viel vom Mineralstoff Kalium enthalten. Kalium reguliert unter anderem das Zellwachstum sowie das Muskel- und Nervensystem.
  2. Tomaten enthalten zudem das Wundermittel „Lycopin„. Bei Lycopin, auch Lycopen oder Leukopin genannt, handelt es sich um einen Carotinoid-Farbstoff. Es fängt freie Radikale, die durch UV-Strahlung gebildet werden, auf und neutralisiert sie. Somit wird verhindert, dass gesunde Hautzellen zerstört werden und es zu Sonnenbrand und der damit verbunden Hautalterung kommt. Trotzdem können natürlich auch Tomaten nicht den Einsatz von Sonnencreme beim Sonnenbaden ersetzen!
  3. Frische Tomaten brauchen keinen Kühlschrank. Sie bleiben am saftigsten, wenn sie nach dem Einkauf bei 13 bis 18 °C aufbewahrt werden. So bleiben sie bis zu 14 Tage nach dem Einkauf noch geschmacklich frisch und gesund. Werden Tomaten dagegen gekühlt, verlieren sie schnell ihren Geschmack, ihre Textur und auch Haltbarkeit.
  4. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Tomaten getrennt von anderem Gemüse und Obst gelagert werden? Für diese „Einzelhaft“ ist das enthaltene Ethen verantwortlich. Dieses Gas verströmen reife Tomaten während der Lagerung. Bei Ethen handelt es sich um ein Pflanzenhormon, welches den Reifeprozess beschleunigt, leider auch von außen – was zur Folge hat, dass umliegendes Obst und Gemüse viel schneller reif und matschig wird.
  5. Für alle die besonders auf Ihre Figur achten: Tomaten haben äußerst wenig Kalorien. Sie bestehen nämlich zu über 90 Prozent aus Wasser, besitzen somit also kaum einen Fettgehalt.

Was Sie leckeres mit der Tomate anstellen können, sehen Sie hier:

Asiatischer Tomatensalat (basisch)

Asiatischer basischer Tomatensalat

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 rote Paprika
  • 6-8 reife gelbe Tomaten
  • 1 Stangen Frühlingszwiebeln
  • 1 mittelgroße Karotte
  • 1 EL Sonnenblumenöl

Zutaten für das Asia-Dressing:

  • 2 EL Sesamöl
  • Zitronensaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chilipulver
  • Sesam

Zubereitung:

Tomaten waschen und halbieren. Paprika waschen und in feine Streifen schneiden. Karotten mit der Gemüsebürste säubern und in kleine Stücke schneiden. Etwas Sonnenblumenöl in einer Pfanne erhitzen und die Karottenscheiben unter Rühren kurz andünsten. Frühlingszwiebel waschen, putzen und klein schneiden. Die Zutaten für das Dressing zusammengeben und gut vermischen. Das Dressing mit Tomaten, Paprika, Karotten und Frühlingszwiebeln vermischen. Etwas Sesam über den Salat geben und genießen.

Nun kennen Sie 12 spannende Fakten über Tomaten. Wandert die Tomate jetzt vielleicht öfters in Ihren Einkaufskorb?

Fotos: Melanie Draganis

5 Beiträge zu “12 Fakten über Tomaten, die Sie nie vermutet hätten.”

  1. Schleiden, Elvira sagt:

    Ein sehr interessanter Artikel

  2. Andrea sagt:

    Hallo Frau Wacker, könnten Sie bitte begründen warum Tomaten nur frisch basisch sind? Danke

    • Vollreife Tomaten sind Basenbildner, wirken aber gegart leicht säurebildend, da sie beim Kochen viele basenbildende Mineralstoffe verlieren-je stärker und je länger sie erhitzt werden, umso mehr. Tomaten sollten daher nicht „eingeköchelt“ werden. Geben Sie bei Gemüsegerichten die Tomaten erst kurz vor Ende der Garzeit dazu.

  3. Applexi sagt:

    eigentl recht interessant, aber warum werden die hier wichtigsten Facts nur gestreift?
    zB: Tomaten sind basisch, aber nur wenn sie FRISCH sind?
    wieso? was geschieht da? was sind sie, wenn sie nicht mehr basisch sind? Aber VOR ALLEM: Was versteht man unter einer FRISCHEN Tomate? Noch grün? Knapp rot? Rot und eben erst gekauft? Egal welche Farbe aber eben erst gepflückt?
    In welchem Stadium ist sie am bekömmlichsten?
    Warum vertragen viele Leute Tomaten nicht?

    Schade!
    Das hätte ein WIRKLICH nteressanter Artikel sein können!

    • Vielen Dank für Ihr Interesse an basenfasten und ihr Feedback. Es tut uns leid, wenn der Artikel nicht die gewünschten Informationen enthielt, die Sie sich vorgestellt haben. Gerne greifen wir Ihre Fragen zu einem anderen Zeitpunkt nochmals auf und veröffentlichen diese hier im Blog.
      Wir wünschen Ihnen dennoch weiterhin viel Erfolg mit basenfasten nach Wacker!

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