3 Gründe, warum gekeimte Haferflocken gesund sind

Am 7. Oktober 2019 von

Ein Müsli ohne Haferflocken ist für viele Menschen unvorstellbar. Das klassische basische Müsli nach Wacker enthält anstelle von Haferflocken gemahlene Erdmandelflocken. Als ich 1997 basenfasten entwickelt habe, gab es Haferflocken und andere Getreidearten noch zu selten in gekeimter Form auf dem Markt. Ungekeimte Haferflocken gelten sowohl nach den alten Ragnar-Berg-Tabellen als auch nach Remer und Manz als Säurebildner.

Da sie jede Menge wertvoller Mineralstoffe und B-Vitamine enthalten, bezeichne ich sie als „gute“ Säurebildner. Um das „Müsli-Gefühl“ entstehen zu lassen ohne Haferflocken zu verwenden, habe ich Erdmandelflocken genommen, die durch ihren süßen Geschmack an Getreide erinnern. Dass ich sie damals entdeckt habe, habe ich meiner alten Freundin Hedl zu verdanken, der Oma von Giulia Enders, die sicher einige von Euch vom Buch „Darm mit Charme“ kennen. Erdmandelflocken gab es damals nur in den Reformhäusern und sie waren noch kaum bekannt. Gekeimte Saaten, Hülsenfrüchte und Getreide habe ich schon damals empfohlen – zum selbst keimen. Zu kaufen gab es sie nur selten. Umso mehr freue ich mich, dass es nun gekeimte Haferflocken in Bioqualität gibt – denn sie sind ein Basic für die gesunde und basenreiche Ernährung. Doch warum sind sie so gesund?

1. Mineralstoffe und Spurenelemente im gekeimten Hafer

Haferflocken aus gekeimtem Hafer gab es damals noch nicht. Was man aber schon wissenschaftlich belegt hat ist, dass Vollkorngetreide, also auch in Hafer, viele Mineralstoffe durch die darin enthaltenen Phytate gebunden werden, weshalb man zunehmend davor warnte, zu viel Vollkornprodukte zu essen. So weiß man, dass durch eine Ernährung, die reich an Vollkorngetreiden und Hülsenfrüchten ist,bis zu 45 % der Bioverfügbarkeit von Zink verloren gehen kann. Daher hat die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) kürzlich die Referenzwerte von Zink und Vitamin B 6 an die Menge der täglichen Phytatzufuhr angepasst. Der Tagesbedarf für Zink liegt nun bei 8 mg für Frauen und 14 mg für Männer bei mittlerer Phytatzufuhr. Interessanterweise gibt es nirgends eine umfassende Tabelle für den Phytatgehalt in der Nahrung. Zinkgehalt in ungekeimten Haferflocken: 4,4 g – in gekeimten Haferflocken liegen uns die Analysenwerte noch nicht vor. Schauen Sie immer mal wieder auf unseren Blog. Wir informieren Sie, denn wir wollen wissen, was wirklich drin ist. Übrigens: Der Vitamin B 6 – Gehalt bei Hafer ist zu gering, um hier erwähnenswert zu sein.

2. Hafer für die Schönheit

Was kaum Beachtung findet ist der Fettgehalt von Hafer. Neben 4,5 % gesättigen Fettsäuren enthält er 2,5 % Linolsäure, einer einfach ungesättigten Fettsäure, die ein wesentlicher Bestandteil der Ceramide, insbesondere von Ceramid I, in der Hornschicht der Haut ist. Bei Linolsäuremangel kommt es zu trockener und schuppiger Haut.

Natürlich enthalten Olivenöl und vor allem Sonnenblumenöl weitaus mehr Linolsäure, dennoch sind 2,5 % Linolsäuregehalt für ein Getreide sehr viel. Hafer hat von allen Getreidesorten den höchsten Fettanteil.

3. Pflanzliches Eiweiß

Auch der Eiweißgehalt im Hafer ist beachtlich. Je nach Sorte schwankt er zwischen 8 und 12,5 %. Wer an Eiweiß denkt, denkt unwillkürlich an Fleisch, Wurst, Fisch, Käse und andere Milchprodukte. Dabei haben pflanzliche Lebensmittel einiges an Eiweiß zu bieten. Neben Hülsenfrüchten, die um die 20 % Eiweißgehalt aufweisen, sind auch einige Getreidesorten mit bemerkenswertem Eiweißgehalt. Und, wie schon lange von der Hülsenfrucht Soja bekannt ist, die Bioverfügbarkeit von pflanzlichem Eiweiß ist höher als bei tierischem Eiweiß. Pflanzliches Eiweiß steht tierischem in nichts nach: Es enthält ebenso alle essentiellen Aminosäuren, also die, die wir über die Nahrung aufnehmen müssen. Nicht ohne Grund ist Hafer damit ein wichtiges Basic für eine gesunde Ernährung.

Das basische Müsli mit gekeimtem Hafer

Auch wenn es noch so viele basische Frühstücks- und Müslivarianten in meinen Büchern, in unserem Blog und in den basenfasten Hotels gibt – mein Lieblingsrezept ist nach wie vor das Rezept aus meiner Kindheit: Eine zerdrückte Banane, ein geriebener Apfel, Saft einer halben Zitrone und einige Esslöffel Haferflocken darunter gemischt. Inzwischen habe ich die Haferflocken von damals durch die gekeimten Haferflocken in Bioqualität ersetzt – einfach köstlich. Im Laufe des Jahres verwende ich zwar immer wieder die Obstsorten der Saison, aber immer, wenn ich wieder auf dieses einfache Müsli zurückgreife, stelle ich fest, dass es mein Favorit ist.

Klassisches basisches Müsli mit gekeimten Haferflocken & Feigen

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Klassisches basisches Müsli mit gekeimten Haferflocken & Feigen

Vorbereitungszeit 10 Minuten

Zutaten

Anleitungen

  • Die Orange auspressen.
  • Die Schale der Banane entfernen und die Banane mit einer Gabel klein drücken.
  • Den Apfel waschen und auf einer Reibe fein reiben.
  • Den Orangensaft unter die gekeimten Haferflocken geben und alles liebevoll auf einem Teller anrichten.
  • Guten Appetit.

Unser gekeimtes Müsli enthält neben gekeimtem Buchweizen auch gekeimte Haferflocken und getrocknete Datteln. Immer mehr erreichten uns Anfragen, ob gekeimter Hafer auch allein zu erhalten ist. Hafer ist und bleibt ein Müsli-Basic und damit jeder sich sein individuelles Müsli mischen kann, gibt es jetzt auch unsere gekeimten Haferflocken. Bitte beachten: Unser Hafer ist nicht glutenfrei. Wer sich glutenfrei ernähren will oder muss, kann unseren gekeimten Buchweizen verwenden.

Quellen

  • Referenzwerte Zink: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/zink/
  • Nährstoffgehalte: Der kleine Souci – Fachmann – Kraut: Lebensmitteltabelle für die Praxis, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 3. Auflage
  • Von Wacker GmbH in Auftrag gegebene Analysen von gekeimtem Hafer

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