Basenreich für Kinder: Fantasievolle Gemüsegerichte

Am 7. November 2017 von

Mein Kind isst kein Gemüse. Es mag nur Würstchen, Pommes, Nudeln und Pizza. Stimmt das wirklich?! Manche Eltern sind, wenn es um die Ernährung ihrer Kids geht, schnell entmutigt. Geben Sie nicht so schnell auf! Auch Ihre Kinder essen Obst, Salat  und Gemüse – Sie wissen nur noch nicht, welche Sorten sie bevorzugen.

basenreich, Gemüse, Kinder, Spaghetti, Lurchi

Es geht doch auch uns Erwachsenen so, dass wir längst nicht alle Gemüsesorten mögen. Ich beispielsweise mag Blumenkohl und Rosenkohl nicht so gerne und esse sie nur zur Not. Einer meiner Söhne steht auf Auberginen und hasst Zucchini, der andere liebt Zucchini und mag keine Auberginen. Beide mögen Fenchel nicht, wenn ich ihn allerdings püriert in eine Suppe einbaue, löffeln sie mir die Suppe im Nu weg.

Am liebsten aber essen sie Kartoffelsuppe – eine Entdeckung, die ich eher zufällig gemacht habe. Mein Jüngster, der sonst gerne nach was Richtigem, sprich Fleisch fragt, isst dann schon mal gerne drei Teller Kartoffelsuppe und findet sie superlecker. Deshalb brauchen Sie Ruhe, Ausdauer und Selbstverständlichkeit, mit der Sie Basenreiches täglich auf den Tisch bringen.

Mit diesen Tipps machen Sie aus Ihren Kindern kleine Gemüseentdecker:

  • Bieten Sie zu jedem Mittagessen mindestens eine Gemüsesorte an. Kartoffeln essen fast alle Kinder gerne. Probieren Sie doch eins unserer Gemüserezepte aus unseren Büchern aus, sicher finden sich darunter auch die Lieblingsgemüsesorten Ihrer Kinder.

Tipp: das Buch „Meine basische Küche“ finden Sie im Wacker Shop.
  • Am besten Sie bieten Gemüsesorten an, die mild und farblich ansprechend schmecken und aussehen, wie z. B. Möhren, Pastinaken, Süßkartoffeln, Kohlrabi, Paprika oder Zucchini. Dagegen mögen Kindergaumen weniger bittere und intensive schmeckende Sorten wie Rosenkohl oder Fenchel.
  • Pürieren Sie ungeliebtes Gemüse einfach, denn unsere Kinder sind es ja schon seitdem Kleinkindalter durch die erste Beikost gewöhnt. So lassen sich jede Menge pürierte Suppen, wie z.B. Kürbissuppe, Zucchinisuppe oder Tomatensuppe, herstellen, in denen Sie prima Gemüse verstecken können und auch in brauner Soße oder Tomatensoße lässt sich ein wenig Gemüse püriert verstecken.
  • Selbst wenn Sie noch so oft Gemüse kochen, stellen Sie fest, dass Ihr Kind trotzdem nichts davon mag. Vielleicht sollten Sie es einfach mal mit rohem Gemüse probieren. Denn das ist sogar noch besser, weil keine Vitaminverluste durch das Erhitzen auftreten. Am besten Sie machen noch einen leckeren Dipp dazu.
  • Seien Sie selbst das beste Vorbild für Ihre Kinder. Wenn Sie selbst nur wenig Gemüse essen und auch nicht alle Sorten mögen, dann sind auch die Kinder selten Gemüse-Fans und werden sich schwer tun jedes Gemüse auch auszuprobieren.
  • Zwang bringt bei Kindern nichts und auch das Aufzählen der Gesundheitswerte von Gemüse hat für die Kleinen keinerlei Bedeutung. Für Kinder zählen in erster Linie Aussehen, Geschmack und Geruch.Deshalb macht absolut keinen Sinn, sie mit erhobenem Zeigefinder darauf hinzuweisen, dass Gemüse nun mal sehr gesund ist. Auch müssen Kinder nicht jede Gemüsesorte mögen, das tun wir Erwachsene schließlich auch nicht. Es reicht vollkommen aus, wenn sie zunächst zwei bis drei Sorten akzeptieren. Hin und wieder können Sie trotzdem weiterhin eine kleine Kostprobe von neuen Sorten auf den Tisch bringen. Wenn Ihr Kind beispielsweise Sie Kartoffelpüree mag, dann mischen Sie doch eine kleine Portion pürierten Sellerie.

Basic, Kartoffeln, basenfasten

  • Kreieren Sie doch einfach mal ein paar fantasievolle Gemüsespeisen. Manchmal bringt es schon was, wenn Sie das Gemüse in einer anderen Form anbieten. Stellen Sie lustige Gemüsespaghetti zusammen mit Ihren Kindern selbst her. Bei den allermeisten Kindern kommen Nudeln aus Gemüse sehr gut an. Mit dem passenden Schneidegeräte wie dem Lurchi können Sie im Handumdrehen Gemüse wie Zucchini, Karotten, Rote Beete oder Kohlrabi in attraktive Spaghetti-Form bringen. Vielleicht können Sie dann auf diesem Weg Ihren Kindern das bisher unbeliebte Gemüse schmackhaft machen.
Tipp: viele weitere basenreiche Gerichte finden Sie im Buch „Meine basische Küche“.

Dieses fantasievolle Gericht mit Gemüsenudeln wird eine echte Überraschung für Ihre Kinder sein:

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Bunter Hexenteller
Fantasievolles Kindergericht mit Gemüsenudeln
Bunter Hexenteller
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Vorbereitung 40 Minuten
Portionen
2 Portionen
Zutaten
  • 2 große Bio-Karotten
  • 1 Knolle Rote Bete
  • 1 Zucchini
  • 1 rote Paprika
  • 30 g Knollensellerie
  • 3 EL Olivenöl
  • 40 g in Öl eingelegte getrocknete Tomaten
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • etwas Kürbiskerne, Paranuss und Pistazien zum Dekorieren
Vorbereitung 40 Minuten
Portionen
2 Portionen
Zutaten
  • 2 große Bio-Karotten
  • 1 Knolle Rote Bete
  • 1 Zucchini
  • 1 rote Paprika
  • 30 g Knollensellerie
  • 3 EL Olivenöl
  • 40 g in Öl eingelegte getrocknete Tomaten
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • etwas Kürbiskerne, Paranuss und Pistazien zum Dekorieren
Bunter Hexenteller
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Anleitungen
  1. Die Zucchini waschen und die beiden Enden abschneiden.
  2. Die Karotten mit der Gemüsebürste putzen und die Enden abschneiden. Eine Karotte für die Soße beiseite legen.
  3. Die Rote Bete schälen und die Enden gerade abschneiden.
  4. Die drei Gemüsesorten mit der Gemüsespaghettimaschine zu Nudeln verarbeiten.
  5. Die restliche Karotte und den Sellerie in Scheiben schneiden.
  6. Die Paprika waschen, entkernen und in Stücke schneiden.
  7. Die Karotte, Paprika und Sellerie zusammen mit etwas Öl kurz andünsten, mit Gemüsebrühe ablöschen und für ca. 10 Minuten köcheln.
  8. Danach mit den in Öl eingelegten Tomaten in einen Mixer geben und pürieren.
  9. Die Gemüsespaghetti kurz in einer Pfanne mit etwas Olivenöl andünsten und ein etwa 100 ml Gemüsebrühe hinzugeben und für ca. 4 Minuten weiterkochen.
  10. Auf einem flachen Teller die Soße kreisrund anrichten, mit den Nüssen ein Gesicht legen und die Gemüsenudeln darüber verteilen, sodass das Ganze ein lustiger Hexenkopf ergibt. Kann natürlich auch ganz normal wie jede Gemüsepasta auch angerichtet werden.