Basisch Essen im Alltag: Ernährung nach dem basenfasten

Am 2. Juni 2020 von

Nach der basenfasten Kur stehen viele Menschen vor der Frage: Wie geht es jetzt weiter? Schon klar, das Leben soll von nun an basischer werden und die Säurebildner sollen nur noch eine Randerscheinung auf dem Teller sein. Obst, Salate, Gemüse, Nüsse, frische und getrocknete Keimlinge und Kräuter sind es, die jetzt auf den Teller gehören. Eine basenüberschüssige Ernährung ist die ideale Möglichkeit unserem Körper dauerhaft all jene Nährstoffe zuzuführen, die er benötigt.

Klare Tomatenessenz mit Kirschtomaten & Basilikum-Mandelschaum

Aus dem Buch Säure-Basen-Genussküche von Sabine Wacker und Sascha Fassott.

Sie besteht zu 80 % aus basenbildenden und zu 20 % aus säurebildenden Lebensmitteln. Auf dem Teller sollte daher 4 bis 5 mal mehr „Grünfutter“ als Saures sein. Die restlichen 20 – 30 % dürfen dann gerne mal Brot, Pasta, Käse, Fleisch und Fisch, Kaffee oder andere Säurebildner sein. Das ist, was der Begründer der Ernährung im Säure-Basen-Gleichgewicht Ragner Berg nach lebenslangen Forschungen herausgefunden und was wir heute die 80/20-Regel nennen: 80 % Basisches und 20 % Saures.

Basen sind Nährstoff-Powerpakete

Ok, 80 % der täglichen Ernährung sollte also aus basischen und neutralen Lebensmitteln bestehen. Basische Lebensmittel sind hauptsächlich pflanzlichen Ursprungs wie Obst und Gemüse, Keimlinge und einige Nüsse und enthalten neben Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett viele basenbildende Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Zink, Kupfer, Eisen, unzählige Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme. Diese Vitalstoffe unterstützen den Organismus und sorgen für einen reibungslosen Ablauf im Körper. Gerade die Kräuter und Keimlinge enthalten zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, die den Körper vor Entzündungen und Krebs schützen. Dagegen sollten die „schlechten“ Säurebildner wie Fleisch, Kaffee oder Weizenprodukte maximal 20 % der Ernährung ausmachen. Um eine Unterversorgung mit Proteinen muss man sich aber keine Sorgen machen, denn in der basenreichen Ernährung gibt es zahlreiche Alternativen zum tierischen Eiweiß.

Das heißt keinesfalls, dass Sie nun für immer auf Ihre Lieblingspasta verzichten müssen oder gar jedes Stück Kuchen ablehnen. Zur Erinnerung: Eine basenfasten Kur dient lediglich als Einstieg in eine gesündere Lebensweise. Für eine dauerhafte Ernährungsweise ist es sinnvoll auch einige Säurebildner – vor allem die guten Säurebildner wieder in den Speiseplan mit aufzunehmen. Die Mischung macht es – und die ein oder andere Säuresünde verzeiht der Organismus auch. Die 80/20 -Regel dient dabei der Orientierung – es geht nicht um messen, zählen, wiegen. Es geht darum, beim basenfasten ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie man danach basenreich leben kann. Irgendwann geht es in Fleisch und Blut über und man will keine Mahlzeit ohne großen Basenanteil mehr essen. Im Buch Säure-Basen-Genussküche von Sabine Wacker und Sascha Fassott erhalten Sie Tipps für eine basenreiche Ernährung im Alltag.

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10 Tipps für die basenreiche Ernährung

Diese 10 Tipps helfen Ihnen bei der basenreichen Umsetzung:

  • Obst und Gemüse spielen nun die Hauptrolle in Ihrer täglichen Ernährung. Säurebildner wie Fleisch, Fisch oder Nudeln genießen Sie nur noch als Beilage.
  • Verkleinern Sie die gewohnten Fleischportionen zugunsten der Gemüsebeilage und/oder eines zusätzlichen Salates.
  • Trinken Sie pro Tag mindestens 2 bis 3 Liter Quellwasser oder verdünnten Kräutertee. Wenn Sie ungern auf Kaffee verzichten wollen, dann versuchen Sie Ihre Trinkmenge auf zwei Tassen am Tag runterzuschrauben.
  • Essen Sie an Getreide nur Vollwertgetreide oder probieren Sie statt Weizen auch mal Dinkel, Hirse, Braunhirse, Buchweizen, Amaranth oder Quinoa.
  • Essen Sie zu jeder Mahlzeit basische Lebensmittel wie Gemüse, Kartoffeln, Salat, Kräuter und Sprossen.
  • Essen Sie säuernde Getreideprodukte wie Brot oder Nudeln nicht in großen Mengen und nicht dreimal am Tag. Kombinieren Sie beispielsweise Vollkornspaghetti mit Gemüse und einer selbst zubereiteten Tomatensoße (mit Zwiebeln, Knoblauch und Basilikum) oder gebratenen Auberginenwürfeln in Tomatensoße.
  • Haben Sie trotzdem zu sauer gegessen, dann gleichen Sie die Säurelast mit Basenlieferanten aus. Wenn also das Frühstück mit Kaffee und Marmeladenbrot wieder zu sauer war und es mittags einen Imbiss von unterwegs gab, dann ist abends eine basische Suppe angesagt und am nächsten Morgen gibt es einfach mal ein gekeimtes Müsli.
  • Ersetzen Sie tierische Lebensmittel durch pflanzliche Alternativen, wie Kuhmilch durch Mandelmilch.
  • Verwenden Sie hochwertige Pflanzenöle wie Oliven- oder Walnussöl für Salate und zum Anbraten kann es auch mal Kokosöl oder Sesamöl sein, so werden Ihre Mahlzeiten in jeglicher Hinsicht bereichert.
  • Bevorzugen Sie als kleinen Snack zwischendurch lieber ein paar Nüsse oder ungeschwefelte Trockenfrüchte. Auch unsere gekeimten Kräcker sind eine sehr nährstoffhaltige und basische Alternative.
Weitere Tipps und Rezepte für eine basenreiche Ernährung im Alltag finden Sie im neuen Buch Säure-Basen-Genussküche von Sabine Wacker.

Und so könnte Ihre nächste basenreiche Mahlzeit aussehen:

Quinotto mit Karotten und jungem Spinat

Vorbereitungszeit 35 Minuten
Arbeitszeit 35 Minuten
Portionen 2 Personen

Zutaten

Anleitungen

  • Quinoa in der Gemüsebrühe etwa 10 Minuten kochen, von der Kochstelle nehmen und 10-15 Minuten nachquellen lassen.
  • Petersilie waschen, klein schneiden und gegen Ende der Garzeit dazugeben.
  • Karotten mit der Gemüsebürste unter fließendem Wasser säubern udn in 1-1,5 cm breite Stifte schneiden.
  • Die Zwiebel abziehen und fein würfeln.
  • Den Spinat waschen und putzen.
  • Die Zwiebel in Öl vorsichtig andünsten.
  • Karotten dazugeben, kurz erhitzen, den 1/2 Gemüsebrühwürfel in etwas Wasser auflösen und das Gemüse damit ablöschen.
  • Spinatblätter dazugeben und bei mittlerer Hitze andünsten.
  • Quinoa unter das Gemüse rühren und servieren.
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