Basischer Alltags-Tipp #2: Das richtige Kauen

Am 12. April 2019 von

Basische Ernährung kann noch so gut sein, wenn sie vom Körper nicht richtig aufgenommen und verwertet werden kann, nützt uns das alles nichts. Und bevor wir uns fragen, ob unser Stoffwechsel und unser Verdauungssystem richtig funktionieren, fragen wir uns doch lieber mal: Wie sieht es denn mit dem Kauen aus? Wie lange brauche ich, bis ich einen Apfel gegessen habe? Gehöre ich zu den Menschen, die ihr Essen rasend schnell hinunterschlingen, weil immer zu wenig Zeit für Essen da ist?

Schnelles Essen und wenig Kauen sind eng miteinander verknüpft. Und es ist ein weit verbreitetes Übel. Entschuldigend kann man jetzt sagen: Die Welt ist eben nun einmal so hektisch, alles muss immer schneller gehen und das wirkt sich auch auf unser Essverhalten aus. Richtig. Aber wer bestimmt denn, wie schnell wir essen? Das sind doch wir, sonst niemand. Ich kenne das zu gut: Wenn ich mir nicht ganz bewusst Zeit für meine Essenspausen nehme, dann läuft Essen so nebenbei im täglichen Arbeitspensum. Daher habe ich mir feste Zeiten eingebaut, wann ich esse und mache es nicht nebenbei.

Der Darm hat keine Zähne

Der Darm kann nur verdauen und verwerten, was gut zerkleinert, quasi püriert bei ihm ankommt, denn der Darm hat keine Zähne. Alles was wir essen sollte daher idealerweise im Mund vollständig zerkaut sein, um dann in Breiform in Magen und Darm zu gelangen. Und genau dafür haben wir Zähne. Die Schneidezähne habe die Funktion eines Messers zum Zerkleinern, mit den Eckzähnen können wir Zähes und Langfaseriges grob zerkleinern und mit den Mahlzähnen zermahlen wir das Gekaute klein.

Die Mundspeicheldrüsen beginnen dann schon mal mit ihren Enzymen den Verdauungsbrei daraus zu machen. Im Magen und im Dünndarm werden nur noch Drüsensäfte untergemischt. Es gibt dort leider auch keinen Pürierstab, der zu schnell Runtergeschlungenes noch mal zerkleinern könnte. Schlecht Zerkautes verlängert so die Verweildauer im Darm, Blähungen und Völlegefühl können entstehen und die Nahrung kann nicht vollständig verwertet werden.

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So wichtig es ist, mehr Basen in den täglichen Speiseplan einzubauen, so wichtig ist es, dafür zu sorgen, dass Sie auch richtig kauen. Und der absolute Vorteil: So werden die Portionen kleiner, die Sättigung setzt schneller ein und auch das ist ein Weg, Gewichtsprobleme in den Griff zu bekommen.

Besser Kauen – so klappt es

Packen Sie grundsätzlich nur kleine Portionen auf den Teller. Ein vollgefüllter Teller verführt zu sehr zum leer essen.

Bereiten Sie die Mahlzeiten Immer so zu, dass Sie immer etwas dabeihaben, was zum langen Kauen anregt wie Karotte, Apfel oder Vollkornbrot, dass schon ein paar Tage alt ist.

Gewöhnen Sie sich an, beim ersten Bissen ganz bewusst zählen, wie lange Sie auf dem Stück Obst oder Gemüse  kauen können,

Noch besser ist es, ab und zu mal eine „Apfelkauprobe“ zu machen.  Was Sie dazu brauchen ist ein Apfel und etwas Zeit. Schneiden Sie den Apfel in dünne, ca. 1 cm dicke Scheiben und kauen Sie gaaanz langsam und bewusst. Das Ziel: 40 Mal Kauen sollten es pro Scheibe werden.

Schon klar, wie lange Sie nun brauchen, um einen Apfel zu essen. Satt sind Sie danach auch, zumindest ist Ihre Kaumuskulatur erschöpft. Üben Sie das so oft wie möglich. Es dauert wie alles, was wir neu lernen, aber es klappt irgendwann.

Hier geht’s weiter mit dem basischen Alltags-Tipp #3.

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