Checkliste: Blähungen bei basenfasten

Am 6. Januar 2020 von

Blähungen sind neben Kopfschmerzen die häufigste Begleiterscheinung bei basenfasten. Wer ohne die richtige Vorbereitung eine basenfasten Woche startet, kann vor allem in den ersten Tagen unter Blähungen leiden, da die Umstellung auf „nur“ Obst und Gemüse mit dem entsprechend hohen Ballaststoffanteil für viele Därme sehr ungewohnt ist. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Ernährung vor basenfasten ballaststoffarm war mit vielen Weißmehlprodukten, wozu auch Nudelgerichte und Pizza gehören, Früchtequark zum Frühstück anstelle von Vollkornmüsli, wenig Salat usw.

Blähungen kommen in der Regel daher, dass Lebensmittel aus unterschiedlichen Gründen nicht richtig verdaut werden. Die meisten Gründe sind ziemlich profan, wie die nachfolgende Checkliste zeigt.

In all meinen Büchern habe ich daher die 7 Basics und die 10 goldenen Wacker-Regeln, um sich von Anfang an mit dem 100% basischen Essen wohl zu fühlen und die Zeit möglichst ohne Blähungen zu überstehen. Aus den Basics und den Regeln habe ich folgende Checkliste zusammen gestellt, um schnell die mögliche Ursache herauszufinden und zu beseitigen.

1. Nicht gründlich gekaut?

Diese Wacker-Regel ist sicher eine der häufigsten Ursachen von Blähungen. Hand aufs Herz: Wer kaut schon automatisch richtig lange und gründlich? Wer nicht gründlich kaut, kann nicht erwarten, dass sein Darm das für ihn erledigt, denn der hat keine Zähne. Also gelangt unverdautes Essen in den Darm – die Darmbakterien bauen es unter viel Gasbildung ab und feiern Blähungs-Party.

Was hilft? Alleine essen und ganz bewusst jeden Bissen in den Mund stecken und mindestens 30 mal kauen. Cooler Nebeneffekt: Die Sättigung setzt ein, bevor man zu viel gegessen hat. Gründlich kauen macht schlank.

2. Zu schnell gegessen?

Das hängt ganz eng mit dem Kauen zusammen. Wer nicht ordentlich kaut, isst automatisch zu schnell. Die Lösung: Gründlich kauen.

3. Unreifes Obst oder Gemüse gegessen?

Vor allem Obst essen erstaunlich viele Menschen in unreifem Zustand. Sowohl Erdbeeren als auch Tomaten erlebe ich sehr selten reif und mit ihrem typischen Aroma. Je nach Obst- oder Gemüsesorte kann das nicht nur zu Blähungen sondern auch zu Bauchschmerzen führen.

4. Nach 14 Uhr noch Rohkost gegessen?

Die Gefahr, Blähungen zu bekommen, steigt nach 14 Uhr erheblich an. Es wird viel spekuliert, woran das liegen kann und trifft natürlich nicht für alle Menschen zu. In meiner Praxis habe ich jedoch überwiegend die Erfahrung gemacht, dass Rohkost nach 14 Uhr deutlich weniger verträglich ist.

Wir gehen davon aus, dass dies mit dem Leberrhythmus zusammenhängt. 

5. Darmreinigung nicht gemacht?

Wie oft habe ich Menschen beim basenfasten begleitet, die über Blähungen geklagt haben. Nach einem kurzen Gespräch kam heraus, dass sie den Darm noch nicht gereinigt haben, weil sie keine Lust oder noch keine Zeit dazu hatten. Ein Tag später haben sie dann freudestrahlend berichtet, dass nach dem Einlauf mit Wasser die Blähungen verschwunden sind. Auch wenn es nicht immer hilft, ein Versuch ist es immer wert.

6. Darmreinigung nicht richtig durchgeführt?

Darmreinigung gemacht und trotzdem Blähungen? Dann war sie vermutlich nicht effektiv genug. Gerade Anfänger beim Darmreinigen tun sich oft schwer mit der Einschätzung, ob alles richtig gemacht wurde. Leichte Abhilfe: Wenn nach einer Darmreinigung Blähungen auftreten, dann einfach noch mal einen Einlauf machen. In der Regel geht es dem Darm dann wieder gut.

7. Zu viele Zwischenmahlzeiten genascht?

Zwischenmahlzeiten sollten am besten vermieden werden, denn dem Körper und vor allem dem Verdauungstrakt tun eine 4 stündige Essenspause gut. Wer ständig ohne größere Pausen isst, riskiert Blähungen, besonders wenn die Snacks viel Fruchtzucker enthalten wie es bei Trockenobst der Fall ist.

8. Zu viel Trockenobst gegessen?

Nicht nur Blähungen drohen hier – auch die Leber wird durch die hohen Fruktosemengen belastet.

Was tun? Beim kleinen Hunger zwischendurch lieber was trinken.

9. Zu viel Obst im Verhältnis zum Gemüse gegessen?

Auch hier spielt der zu hohe Zuckeranteil im Obst die entscheidende Rolle. Daher gibt es die Wacker-Regel: Obst und Gemüse im Verhältnis 20/80 zu verzehren: 20 % Obstanteil, 80 % Gemüseanteil.

10. Insgesamt zu viel gegessen?

Und wenn es noch so basisch ist: Zu viel ist zu viel. Und der Darm mag nicht vollgestopft werden – auch nicht mit Obst und Gemüse. Was hilft? Langsam essen und gründlich kauen. Das macht mit weniger besser satt.

Sollten all diese Ursachen nicht infrage kommen bzw. keine der Maßnahmen greifen, dann kommen als weitere Ursachen für die Blähungen infrage:

11. Unverdaulichkeit von Rohkost?

In diesem Fall ist Rohkost während der basenfasten Kur zu meiden. Es kann durchaus sein, dass die Verträglichkeit von Rohkost nach basenfasten oder einige Zeit später wieder besser wird.

12. Fruktoseintoleranz?

Erfahrungsgemäß steigt die Toleranz auf fruktosehaltige Lebensmittel während einer basenfasten Kur so deutlich an, dass fruktosehaltige Lebensmittel während einer basenfasten Kur toleriert werden können. Das hängt damit zusammen, dass basenfasten insgesamt sehr allergenarm ist und Fruktoseintoleranz stets in Verbindung mit anderen Nahrungsmittelunverträglichkeiten auftritt, die sich gegenseitig verstärken. Im Zweifelsfall beim Arzt abklären lassen.

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13. Andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten?

Wenn die Checkliste wirklich abgearbeitet ist und keine andere Ursache infrage kommt, sollte hier ein Arzt oder Heilpraktiker aufgesucht werden, der sich auf Darm, Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten spezialisiert hat. Vielleicht handelt es sich um einen Reizdarm oder ein anderes Krankheitsbild.

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