Das passiert in deinem Körper beim basenfasten

Am 5. Januar 2023 von

basenfasten ist ja gar kein richtiges Fasten, weil ich dabei so viel essen darf. Bringt mir das dann überhaupt was? Und ob. Seit 1997 begleiten wir Menschen beim basenfasten und freuen uns jeden Tag aufs Neue über die vielen positiven Effekte, die oft bereits nach einer Woche basenfasten zu beobachten sind: Die Haut wird reiner und rosiger, die Verdauung wird besser, Schmerzen werden weniger oder verschwinden ganz, der Blutdruck normalisiert sich, sogar hormonelle Störungen geraten wieder ins Gleichgewicht, man fühlt sich fitter. Da tut sich doch gleich die Frage auf: Wie kann es sein, dass dieses bisschen Obst und Gemüse essen so viele gesundheitsfördernde Auswirkungen hat? Dann schauen wir uns doch mal an, was dabei so in unserem Körper passiert.

Frau fühlt sich wohl

1. Entlastung und Anregung des Stoffwechsels

Das Prinzip des basenfastens ist es, sich mal ein bis zwei Wochen nur von Obst, Gemüse, Salaten, Nüssen und Keimlingen zu ernähren. Dabei wird auf industriell gefertigte Produkte mit den vielfältigen Zusatzstoffen komplett verzichtet. Auch tierische Produkte mit ihren überwiegend schlechten Fetten sowie ungekeimte Hülsenfrüchte, ungekeimtes Getreide und Auszugsmehle, denen es an Mineralstoffen und Vitaminen mangelt, haben bei basenfasten nichts zu suchen. Durch das Weglassen dieser Lebensmittel wird der Stoffwechsel entlastet. Die Obst- und Gemüsesorten, auch die basischen Nüsse sowie die gekeimten Getreide und Hülsenfrüchte dagegen bieten Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, die in ihrer Gesamtheit unsere Stoffwechselvorgänge pushen. Das hat positive Auswirkungen auf nahezu alle Organe, auf Blut, Lymphe, Bindegewebe, Muskeln, Gelenke und auf den Hormonstoffwechsel. So ist eine Woche basenfasten auch dann hilfreich, wenn deine Hormone spinnen und du mit PMS (Prämenstruelles Syndrom) oder ähnlichem zu kämpfen hast.

Darüber hinaus trägt die Beachtung der 10 goldenen Wacker-Regeln zur Entlastung und Anregung des Stoffwechsels bei. So unterstützt die 3. Wacker-Regel „Abendessen bis 18 Uhr“ den Stoffwechsel bei seiner nächtlichen Arbeit. Hast du gewusst, dass unser Stoffwechsel nachts, während wir schlafen, Schwerstarbeit leistet? Er nutzt diese Zeit, wenn wir nichts essen und nicht aktiv sind, um seine Umbau- und Aufräumarbeiten zu erledigen. Die dabei entstehenden Abfallprodukte (manche Menschen sprechen da von Schlacken, Abfallprodukte trifft es genauer) werden dann über die Haut, über den Atem, über die Nieren und über den Darm ausgeschieden. Je länger deine nächtliche Essenspause und Schlafphase ist, umso mehr unterstützt du deinen Stoffwechsel.

2. Anregung der Verdauung

Verdauung

Eine Folge der Entlastung und Anregung des Stoffwechsels ist, dass auch die Verdauung wieder besser funktioniert. Auch hier führt das Weglassen komplexer Essensmischungen auf dem Teller zu einer schnellen Entlastung des Verdauungssystems, was in der Folge dann angekurbelt wird. Eine Kartoffelsuppe ist nun mal bekömmlicher als eine Pizza mit Tomaten, Salami, Käse und Pilzen. Das kannst du sofort spüren.

Dazu kommt, dass die basischen Lebensmittel, die jetzt auf den Tisch kommen, sehr ballaststoffreich sind. Wie gut Ballaststoffe für unseren Darm sind, ist inzwischen weitgehend bekannt: Diese faserreichen Pflanzenstoffe machen lange satt, stabilisieren den Blutzuckerspiegel, unterstützen die Darmflora, wirken gegen Herz-Kreislauferkrankungen und fördern die Verdauung. Man sagt sogar, sie kehren den Darm wie mit einem Besen aus.

Darmreinigung mit Wasser tut ihr übriges dazu, weshalb sie auch zu den 7 Basics des basenfastens gehört. Einerseits wird der Stuhl dadurch aufgeweicht und schneller hinaus befördert. Andererseits entsteht durch die Füllung mit Wasser ein leichter Druck, der die Durchblutung der Darmwand anregt. Gute Durchblutung ist das A und O für eine gute Verdauung und für einen guten Stoffwechsel.

Last but not least trägt die Einhaltung der Wacker-Regeln zur besseren Verdauung bei: Langsames und gründliches Kauen, abends keine Rohkost mehr essen – hier kannst du sie nochmal nachlesen.

3. Besseres Futter für die Darmbakterien

basenfasten hilft dir dabei, dein Mikrobiom im Darm wieder in Ordnung zu bringen, denn es liefert jede Menge gutes Futter für die kleinen Helfer im Darm und für die Darmzellen. Zum einen tragen die vielen Ballaststoffe vor allem aus den Wurzelgemüsen wie Karotten, Pastinaken und Rote Bete sowie aus den gekeimten Getreiden und Hülsenfrüchten dazu bei, den Darm sauber und aktiv zu halten.

Zum anderen tragen Kartoffeln und gekeimte Haferlocken mit ihrer resistenten Stärke entscheidend zur Energiegewinnung der Darmzellen bei. Bei den gekeimten Lebensmitteln entstehen beim Keimprozess zudem Enzyme, die dem Darm einen Teil der Verdauungsarbeit abnehmen.

4. Die Haut atmet wieder auf

Gesunde Haut

Die Haut – wir reden von etwa 2 qm bei einem Erwachsenen, ist neben dem Darm das größte Ausscheidungsorgan. Bei basenfasten wird der Input ungesunder Lebensmittel gestoppt. Auch solche Lebens- und Genussmittel, die unsere Haut gar nicht mag, wie Zucker, Limonaden, schlechte Fette und Schokolade, fallen dabei raus. Im Gegenzug gibt es jede Menge Lebensmittel mit Zink, Vitamin A und Antioxidantien, die unsere Haut über alles liebt. Und es gibt jede Menge Kräutertee sowie alle drei Tage ein Basenbad, was die Ausscheidung fördert. Das Ergebnis ist reine Haut und ein rosiger Teint. So berichtet im Schnitt jeder zweite basenfaster von einer deutlichen Verbesserung des Hautbildes.

Ausnahmen sind hier Akne, Rosacea, Neurodermitis und andere chronische Störungen der Haut. Wenn du damit zu tun hast, brauchst du etwas mehr Geduld mit basenfasten und sollest vor allem danach die Ernährung konsequent basischer gestalten. Mehr Infos dazu findest du in unserem Blog-Beitrag „Warum basenfasten gegen unreine Haut hilft„.

5. Weniger Schmerzen und Entzündungen

In all den Jahren sind uns wenige Menschen begegnet, die nach einer Woche basenfasten noch über Schmerzen geklagt haben. Eine Besserung der Schmerzen gab es sogar in fast allen Fällen. Und das, obwohl Schmerzen so unterschiedliche Ursachen haben. Die anfänglichen Kopfschmerzen, die durch Kaffeeentzug auftreten können, sind vermeidbar, wenn du die Tage vor deiner Kur schon mal den Kaffee weglässt. Denn Kaffee ist aus einer ganz besonderen Bohne gemacht, die es in sich hat, wie du in diesem Blogbeitrag nachlesen kannst.

Dass es generell zu einem Nachlassen von Schmerzen kommt, hat mit der allgemeinen Entlastung des Stoffwechsels zu tun. Sie entlastet auch die Gelenke. Es gibt aber auch noch andere Erklärungen für das, was basenfasten bei entzündungsbedingten Schmerzen, auch bei Gelenkschmerzen anrichtet: Bei basenfasten kommen so gut wie keine Lebensmittel auf den Tisch, die den Gelenkekiller Arachidonsäure enthalten. Denn: Arachidonsäure ist eine vierfach ungesättigte Fettsäure, die nur in tierischen Fetten vorkommt und gehört zu den Omega-6-Fettsäuren. Sie ist nur in Lebensmitteln tierischer Herkunft wie beispielsweise in Fleisch (Schwein, Rind, Geflügel), Eigelb, Innereien oder Schweineschmalz enthalten. Mit Hilfe von Enzymen können diese Fettsäuren im Körper sogenannte Eicosanoide bilden, die wiederrum zur Bildung vor allem von Prostaglandine und Leukotrienen führen, was Schmerzen, Entzündungen, hohen Blutdruck und Thrombosen begünstigt.

Prof. Jürgen Wollenhaupt, Rheumatologe aus Hamburg sagt, diese tierischen Lebensmittel wirken wie „Brandbeschleuniger“ auf einen Entzündungsherd. Obst und Gemüse dagegen und Nüsse und Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren wie Lein-, Hanf- und Walnussöl wirken wie ein „Feuerlöscher“.

6. Der Blutdruck reguliert sich wieder

Blutdruck

Die meisten Menschen wollen hier hören, dass der Blutdruck sinkt. Das tut er nach einigen Tagen basenfasten auch, wenn er zu hoch war. Das Schöne an dieser von gesunden Inhaltsstoffen nur so strotzenden Kur ist allerdings, dass die vielfältigen Regulationsmechanismen im Körper sich wieder neu einregulieren, quasi ein Reset machen. Auch der Blutdruck gehört zu diesen Regulationsmechanismen. Dazu kommt, das beim basenfasten zwar gewürzt wird, Salz dabei aber nur eine kleine Nebenrolle spielt. Wie viel Salz eigentlich gesund ist, erfährst du hier. 

Der Effekt so vieler positiver Wirkungen ist unter anderem das Purzeln überflüssiger Pfunde. basenfasten ist keine Abnehmdiät, eine Gewichtsregulation und damit eine Gewichtsabnahme, wenn sie nötig ist, gehört daher „nur“ zu den angenehmen Begleiterscheinungen des basenfastens.

Du siehst, eine Woche Obst und Gemüse haben es in sich. Damit du diesen Erfolg auch erzielen kannst, ist es wichtig, dass du dich an die 7 Basics und an die 10 goldenen Wacker-Regeln hältst. Ob du dann basenfasen zuhause oder lieber in einem zertifizierten Hotel machst, kannst du so entscheiden, wie es sich am besten harmonisch in dein derzeitiges Leben einfügen lässt.

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