Fleisch und basische Ernährung?

Am 5. November 2018 von

Wer anfängt,  sich mit basischer Ernährung zu beschäftigen, ist oft schnell verwirrt, weil nicht immer klar ist, was damit eigentlich gemeint ist. Auch Therapeuten und Ernährungsberater vermischen hier oft zwei unterschiedliche Dinge.

Basische Ernährung sollte besser „basenreiche Ernährung“ genannt werden, denn meist ist von einer Ernährungsform die Rede. Bei der basenreichen Ernährung geht es vor allem darum, 4 bis 5 mal so viel Obst, Gemüse, Kartoffeln, Nüsse, Samen, Kräuter und Keimlinge zu essen als Fleisch, Wurst, Käse und Getreide, was einem Anteil von 70 bis 80 Prozent entspricht.

Viele Menschen meinen damit aber, dass man sich zu 100 Prozent mit Basenbildnern ernährt. Das ist dann wiederum Basenfasten. Basenfasten ist jedoch keine Ernährungsform, sondern ein Kur, die ich für einen begrenzten Zeitraum von 1 bis mehrere Wochen mache.

Die Frage, die sich stellt ist: wie sehen die 20 bis 30 Prozent Säurebildner aus?

Müssen sie vegan sein, oder vegetarisch oder dürfen Sie sogar aus Fisch und Fleisch bestehen? Die Antwort lautet: Alles ist möglich. Wenn Sie sich daher basenreich ernähren wollen, müssen Sie auf Fleisch oder Fisch nicht verzichten.

Was Sie wissen sollten ist, dass tierische Produkte, allen voran auch Hartkäse, starke Säurebildner sind. Es macht daher einen Unterschied, ob Sie zu ihrem Salat oder Gemüse Fleisch oder ein Vollkorngetreide essen. Mit starken Säurebildnern haben Sie die 20 bis 30 Prozent schneller erreicht.

Wenn Sie nun Vegetarier sind und viel Getreide und Käse essen, sind Sie nicht basischer unterwegs als ein Fleischesser. Im Gegenteil: Aus basischer Sicht ist ein Stück Biofleisch mit Salat oder Gemüse besser als eine Portion Spaghetti aus Weißmehl mit einer Gorgonzolasoße.

Fleisch: Rib-Eye Steak auf dem Grill

In meinem Buch „Meine basische Küche“ finden bei jedem Gericht basische und saure Anhaltspunkte, um ein Gefühl für die Mengenverhältnisse zu bekommen.

Sollte jeder gleich viel Fleisch essen?

Das hängt vom Alter, vom Geschlecht und von der Stoffwechsellage ab. So kann ein junger gesunder Mann, der viel Sport macht, kann durchaus jeden Tag 1 mal Fleisch oder Fisch essen. Für eine Couchpotatoe gilt das natürlich nicht. Im Alter lässt bei allen Menschen die Nierenfunktion nach und der Verzehr an Fleisch sollte daher eingeschränkt werden, denn die Abbauprodukte von Eiweiß müssen über die Niere ausgeschieden  werden. Vor allem ältere Menschen mit Bewegungseinschränkungen sollten daher den Fleischkonsum reduzieren.

Bei Fleisch würde ich – wie bei allen Lebensmitteln – immer auf die Qualität und auf die Herkunft achten. Wenn schon, dann lieber etwas mehr bezahlen für ein Biofleisch aus der Region. Wer will schon Hormone und co. Im Essen und Fleisch, das um den halben Globus gereist ist? Ich bin ein unverbesserlicher Bio-Fan und kaufe alle meine Lebensmittel im Naturkostladen. Sie schmecken einfach besser.

Also: Wenn Sie nicht auf Fleisch verzichten möchten, können Sie trotzdem basenreich essen.

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