Gemüsechips: basischer Snack ohne Reue

Am 30. Juni 2017 von

Gehören Chips zu einem gemütlichen Abend auf dem Sofa für Sie dazu? Dass die ganz schön ungesund sind, wissen Sie bestimmt. Aber wie wäre es dann mit einer gesunden Alternative? Nein, damit meine ich jetzt nicht, Gemüsesticks zu knabbern. Die sind zwar sehr gesund, aber damit reiße ich Sie jetzt bestimmt nicht vom Hocker. Ich habe da etwas, womit Sie die Vorteile beider Varianten kombinieren können. Wie wäre es denn mal mit selbst gemachten Gemüsechips!

selbstgemachte Pastinakenchips

Vorteile von selbst gemachten Gemüsechips

In Fertigchips vom Supermarkt stecken fast immer künstliche Aromen und Geschmacksverstärker, vor allem Glutamat sorgt dafür, dass wir meist nicht wieder aufhören können mit knabbern, wenn wir erst einmal damit angefangen haben. Zudem sind die Chips aus der Tüte meist frittiert und sehr kalorienreich. Gemüsechips hingegen sind eine gesunde Alternative aus dem Backofen, die Sie ganz einfach herstellen können und noch dazu 100% basisch sind. Die angesagten Gemüsechips sind also für Fernsehabende ohne Reue oder als kleiner Snack für zwischendurch genau das Richtige.

So machen Sie Ihre eigenen Gemüsechips:

Süßkartoffeln, Rote-Beete, Karotten, Pastinake

Ob Süßkartoffeln, Rote Beete, Zucchini, Aubergine oder Karotten – oder etwas ausgefallenere Sorten wie Grünkohl und Topinambur- daraus lassen sich super einfach Chips herstellen. Bei allen Gemüsesorten ist der Vorgang derselbe: Erst wird das Gemüse geputzt, getrocknet und dann in dünne Scheiben gehobelt oder geschnitten. Je dünner die Scheiben, desto knuspriger werden die Chips im Ofen. Danach werden die Gemüsechips mit etwas Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech gelegt und mit Öl eingepinselt. Anschließend werden sie mit der individuellen Gewürzmischung bestreut und dann geht es für kurze Zeit in den Ofen.

Pastinake-Scheiben und Süßkartoffel-Scheiben im Ofen

Kleiner Tipp: Zwischendurch mal die Backofentür öffnen, damit der Wasserdampf entweichen kann. Immer mal wieder nachschauen, ob die Chips die richtige Knusprigkeit erreicht haben, denn manchmal kann es ganz schön schnell gehen und schon sind sie verbrannt.

Und so machen Sie Ihre eigenen Gemüsechips:

Zutatenmenge jeweils für 2-3 Portionen

Spicy Süßkartoffelchips

mit der richtigen Schärfe einfach nur lecker

Spicy Süßkartoffelchips

Zutaten: 

  • 450 g Süßkartoffeln
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 2 TL Bio Chili Salz

Zubereitung: 

Den Ofen auf 180 Grad ­vor­heizen. Süßkartoffeln waschen, putzen und trocken tupfen. In dünne Scheiben schneiden oder am besten hobeln. Die Chips auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech mit genügend Abstand verteilen. Mit Öl bepinseln und Chili Salz würzen. Etwa 20 Min. backen und zwischendurch mal wenden.

Rote Beete Chips

enthalten besonders viele Antioxidantien

Rote-Bete-Chips

Zutaten:

  • 400 g Rote Bete
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • etwas frischen schwarzen Pfeffer

Zubereitung: 

Ofen auf 130 Grad vorheizen. Rote Beete schälen und in sehr dünne Scheiben hobeln. Die Chipsscheiben auf ein Backblech mit genügend Abstand auslegen. Mit Öl bestreichen und salzen, wer mag kann noch mit frischem Pfeffer würzen. Die Backzeit beträgt ca. 50 Minuten. Dabei ab und zu die Backofentür öffnen, damit Dampf ­entweichen kann.

Mediterrane Pastinakenchips

ein Hauch von Mittelmeer

Mediterrane Pastinakenchips

Zutaten:

  • 750 g Pastinake
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • 2 TL getrockneter Oregano

Zubereitung: 

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Die Pastinaken schälen und in sehr dünne Scheiben schneiden. Die Chipsscheiben auf ein Backblech auslegen und mit Öl einpinseln. Mit Salz und dem Oregano würzen und ab damit in den Ofen. Die Backzeit beträgt ca. 20 Minuten.

Pastinakenchips

Lecker! Und wer würde bei diesem Anblick gleich an gesundes Gemüse denken?!

Aber Vorsicht: auch wenn sie basisch sind, sollten die Gemüse-Chips in Maßen genossen werden.

Fotos: Melanie Draganis

3 Beiträge zu “Gemüsechips: basischer Snack ohne Reue”

  1. Magdalena Unger sagt:

    Ich hab eine ganz andere Fragen: Was ist von der Schaub-Kost aus der Schweiz zu halten, denn die stellt die basische Kost total auf den Kopf.

    • Liebe Frau Unger,

      vielen Dank für Ihr Interesse an basenfasten.
      Bei der Schaub-Kost handelt es sich wohl um ein dauerhaftes Ernährungskonzept, bei der auch viele Obstsorten und auch bestimmte Blattgemüse und Wildkräuter weggelassen werden, die eindeutig einen hohen Gesundheitswert haben, weil sie viele sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralien enthalten. Auch werden komplett alle Getreidesorten weggelassen, dabei liefern gerade Vollkorngetreide wichtige Ballaststoffe für die Verdauung.
      basenfasten ist lediglich eine Kur von 1-2 Wochen, in der man sich vorwiegend von Obst und Gemüse ernährt, danach empfehlen wir eine basenreiche Kost nach der 80/20-Regel, in der dann auch wieder Getreide- und Milchprodukte sowie gelegentlich Fleisch oder Fisch auf den Tisch kommen sollen und auch kleine „Essenssünden“ erlaubt sind. Mehr Informationen und wissenschaftliche Hintergründe erfahren Sie im Buch 300 Fragen zur Säure-Basen-Balance.

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