Schlankmacher Maronen – was in den winterlichen Powerpaketen alles steckt

Am 15. März 2021 von

Besonders in der kalten Jahreszeit hat unser Körper natürlicherweise das Bedürfnis nach wärmenden und stärkenden Lebensmitteln. Wie gerne essen wir dann Nudeln, fettreiche Gerichte und natürlich Süßigkeiten und Co. Doch die haben es kalorientechnisch in sich, weshalb wir uns im Winter schnell mal etwas Winterspeck anfuttern. Was ihr Gehalt an Nährstoffen angeht, lassen sie allerdings sehr zu wünschen übrig. Da ist es sinnvoller auf Lebensmittel zurückgreifen, die den Körper von innen heraus mit Nährstoffen in Topqualität versorgen, ein wärmendes und wohliges Gefühl verbreiten und dabei trotzdem kalorienarm sind. In der basischen Küche finden wir einige dieser Schätzchen. Auch wenn man bei basisch im ersten Moment eher an luftig leichte Gemüsegerichte und sommerliche Salate denkt, so wird man überrascht sein, wie viele stärkende und energieliefernde Lebensmittel in der basischen Küche zu finden sind. Eines dieser basischen Schätzchen ist die Marone, eine Weiterentwicklung der Esskastanie oder Edelkastanie. Quelle: Nabu- Umwelt und Ressourcen

Maronen

Maronen sind etwas größer als Esskastanien, leichter zu schälen und süßlicher und intensiver in ihrem Aroma als ihre „Vorfahren“, weshalb man sie im Englischen auch Sweet Chestnut nennt. Sie sind die eigentlichen Kastanien. Mit der Rosskastanie haben sie nur den Namen gemeinsam, denn Maronen gehören zu den Buchengewächsen, während Rosskastanien zu den Seifenbaumgewächsen gehören. Maronen werden im September und Oktober geerntet. Bei kühler dunkler Lagerung halten sie bis Ende Februar und sind damit ein beliebtes Herbst- und Winterlebensmittel. Auf Weihnachtsmärkten sind sie die gesündesten Snacks – dazu basisch und glutenfrei. Die Schalenfrüchte haben jede Menge gesundheitlich positiv wirkenden Eigenschaften und die Vielzahl ihrer Zubereitungsmöglichkeiten machen sie beim winterlichen basenfasten oder in der basenreichen Ernährung zum absoluten Hit.

 

Infografik_Maronen

Quelle: Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie

Maronen – leckere sättigende Schlankmacher

Maronen machen satt und bringen viele Nährstoffe auf den Teller, die unserem Körper gut tun und der zart nussigen Maronenkern ist was für Leckermäuler, die gerne gesund naschen. Die in 100 Gramm enthaltenen 41,2 Gramm Kohlenhydrate liegen vor allem in Form von Stärke vor und machen damit satt. Zudem sorgen die reichlich vorhandenen  8,4 Gramm Ballaststoffe für ein weiteres Sättigungsgefühl, bringen den Darm in Bewegung und sorgen damit für eine gute Verdauung und halten den Blutzuckerspiegel im Zaum. Und auch Proteine sind in dem mit ca. 3,4 Gramm enthalten. Botanisch betrachtet zählen Maronen zu den Nüssen, und lassen Fett-Fürchtige damit aufhorchen. Doch sie enthalten deutlich weniger Fett als die meisten anderen Nusssorten. Mit gerade einmal 1,9 Gramm Fett pro 100 Gramm sind sie für eine Nuss ein wahrer „Schlankmacher“ und obendrein sind es noch „gute Fette“, denn Fett ist ja bekanntlich nicht gleich Fett.

Wer also viele sattmachende Nährstoffe und zugleich wenige Kalorien zu sich nehmen möchte, der ist bei Maronen goldrichtig, denn sie bringen gerade einmal 207 kcal pro 100 Gramm auf den Teller.

Und hier geht es zu den nussigen Freunden der Maronen:

Maronen – basischer Genuss ohne Reue

Wunschgewicht mit basenfasten

Gute Fette für Herz und Kreislauf

Bei Maronen überwiegen die ungesättigten Fettsäuren, die das Herz- und Kreislaufsystem schützen, da sie sich positiv auf den Blutfettspiegel auswirken. Zudem wirken sie Entzündungen entgegen. Besonders bemerkenswert ist ihr Gehalt an Ölsäure und Linolsäure. Der Gehalt an Omega-3-Fettsäuren wird oft gelobt, ist allerdings mengenmäßig nicht so bedeutsam. Obwohl der Gesamtfettgehalt logischerweise viel geringer ist als bei Olivenöl, so ist doch das Verhältnis der ungesättigten Fettsäuren zueinander vergleichbar. Und diese von Wissenschaftlern als günstige Fettsäurezusammensetzung gesehene Mischung hilft, schädliches LDL-Cholesterin zu senken. Quelle: Herzstiftung

Kalium für einen ausgewogenen Säure-Basen-Haushalt

Maronen sind für die basische und basenreiche Ernährung sehr kostbar, denn sie enthalten jede Menge Mikronährstoffe, die für eine gute Säure-Basen-Balance sorgen. Vor allem Kalium, welches neben seiner basischen Wirkung auch für ein gut funktionierendes Nervensystem und eine reibungslose Herztätigkeit unabdingbar ist, ist mit stattlichen 707 mg in 100 Gramm Maronen enthalten. Calcium mit 33 mg und Magnesium mit 45 mg sind auch noch mit von der Partie und kräftigen damit unsere Knochen, die Muskeln und wirken ebenfalls positiv auf den Säure-Basen-Haushalt. Zugegeben, was z. B. das Calcium angeht sind Maronen nicht die Spitzenreiter in der basischen Küche, macht auch nichts, denn hier ist Abwechslung auf den Tellern gefragt um die einzelnen Nährstoffe in ausreichender Menge zu bekommen. Wer zu seinen Maronen noch einen tollen Calciumlieferanten kombinieren möchte, der greift z. B. zu Grünkohl, damit lässt sich ein tolles Wintergericht gestalten.

Hier geht es zu weiteren calciumreichen Lebensmitteln im Beitrag: Die 10 besten Calciumlieferanten in der basischen Küche

Antioxidative und nervenschützende Vitamine

Die aromatische und sättigende Nuss punktet mit ihrem Gehalt an Vitamin C, E und den Vitaminen der B-Gruppe. Das mit 27 mg enthaltene Vitamin C entspricht immerhin dem Vitamin-C-Gehalt einer  halben Zitrone – wer hätte das gedacht bei einer Nuss? Vitamin C unterstützt das Immunsystem und wirkt oxidativem Stress entgegen. Was dieses Wundervitamin noch alles kann hier zu finden: 10 Gründe warum Vitamin C so wichtig ist. Antioxidativ wirkt auch Vitamin E – auch bekannt als Tocopherol – es schützt die Zellen vor freien Radikalen, die in Verdacht stehen, Zellen bis hin zu Krebserkrankungen zu schädigen. Antioxidative Vitamine befinden sich in Lebensmittel immer dann, wenn darin auch die hochwertigen ungesättigten Fettsäuren enthalten sind, die leider sehr empfindlich reagieren und sich schnell zersetzen (oxidieren). Die Natur hat sich hier eine schlaue Kombi ausgedacht, die sowohl das Lebensmittel als auch uns schützt.

Die in den Maronen enthaltenen B-Vitamine sind für unseren Energie- und Fettstoffwechsel und das Nervensystem sehr wichtig. Apropos Nervensystem: ein wichtiges Spurenelement für unsere Nerven ist Kupfer, welches in den Maronen enthalten ist. Es ermöglicht dem Körper die Bildung von Nervenfasern und wird des Weiteren für die Zellatmung benötigt. Wer noch etwas mehr braucht für starke Nerven neben den wohlschmeckenden Maronen, der findet hier weitere wertvolle Tipps: Yoga, Meditation & Co: So stärken wir jetzt unser Nervenkostüm.

Yoga & Meditation zuhause

Bioflavonoid Rutin für gesunde Gefäße

Das in den Maronen und auch in Rosskastanien enthaltene Rutin ist ein wahres Wundermittel für unsere Gefäße. Es zählt zu den sekundären Pflanzenstoffen und wirkt antioxidativ. Es lindert Entzündungen, hemmt die Alterung elastischer Gewebselemente und fördert gleichzeitig den Aufbau von elastischen Kollagenfasern. Diese Wirkkombination führt zu einer Stärkung der Blutgefäße. Zusätzlich „verdünnt“ das in Maronen enthaltene Rutin unser Blut, indem es die Blutgerinnung vermindert, was Blutgerinnsel und Gefäßverstopfungen entgegenwirkt. Und damit noch nicht genug für unsere Gefäßgesundheit: Rutin zeigte in Studien, dass es gefäßweitende Botenstoffe aktiviert, was zur Entspannung der Gefäßwände und somit zur natürlichen Blutdrucksenkung führt. Wer daher  etwas für seine Gefäße und einen geschmeidigen Blutfluss machen möchte, der isst Maronen.

Maronen – so vielseitig

Maronen lassen sich vielfältig in der basischen und basenreichen Küche einsetzen. Die meisten von uns kennen sie ganz klassisch auf dem Weihnachtsmarkt einfach geröstet und pur als Hochgenuss. Doch auch in Eintöpfen mit Grünkohl, als Maronenpüree oder als Suppe sind sie nahrhaft und wohlschmeckend. Vor allem in Kombination mit Pilzen kommen sie häufig in der Herbst- und Winterküche auf den Speiseplan und geben eine wärmende und sättigende Speise ab. Inzwischen wurden Maronen auch als tolle Alternative zum klassischen Weizenmehl entdeckt womit z. B. feine Pfannkuchen gebacken werden können. Schon gewusst, dass Maronen auch roh gegessen werden können? Dafür muss vor dem Verzehr die hartglänzende Schale entfernt werden. Allerdings sind sie roh etwas schwerer verdaulich.

Maronen schmecken:

  • Als Snack pur aus dem Backofen oder geröstet
  • lecker zu Lauch und Kohlgemüse
  • als Suppe z.B. Wacker Kürbis-Maronen-Suppe Bio
  • als Eintopfeinlage
  • als glutenfreie und basische Mehlalternative

Lust auf feine Rezepte mit Maronen bekommen? Kein Problem:

Maronen - Steinpilzsuppe

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Portionen 2 Personen

Zutaten

  • 200 g gekochte Maronen
  • 20 g getrocknete Steinpilze
  • 1 Zwiebel
  • 400 ml Fond aus Wacker Gemüsebrühepaste
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 Prise Kräutersalz
  • 1 Prise frisch gemahlener weißer Pfeffer

Anleitungen

  • Die getrockneten Pilze in 150 ml Wasser 15 Minuten einweichen. In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen und fein würfeln. Mit etwas Olivenöl in einem Topf andünsten. Ein paar Maronen zur Dekoration später wegnehmen. Die restlichen Maronen zu den gedünsteten Zwiebelwürfeln geben. Mit dem Gemüsefond und den eingeweichten Pilzen samt Einweichwasser ablöschen. Alles ca. 20 Minuten kochen lassen. Die Suppe fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Die Maronen für die Dekoration in einer kleinen Pfanne leicht anbraten. Mit einem Esslöffel Kokosblütenzucker karamellisieren lassen, aber Vorsicht er verbrennt schnell. Dann eventuell noch mit etwas Orangensaft oder Zitronensaft ablöschen und später als Dekoration für die Suppe bei Seite stellen.
  • Liebevoll auf zwei Teller anrichten und mit etwas Olivenöl und glatter Petersilie ausgarnieren.

oder wie wäre es mit

Kürbisgnocchi an gebratenen Steinpilzen & glasierten Maronen

Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Portionen 2 Personen

Zutaten

Kürbisgnocchi

  • 200 g Muskatkürbis
  • 180 g Kartoffeln
  • Kartoffelstärke
  • Salz, Pfeffer & Muskat

Apfelrotkohl

  • 1/2 Rotkohlkopf, klein
  • 2 Äpfel
  • 2 Saft von Zitronen
  • Nelken und Lorbeer

glasierte Maronen

  • 100 g Maronen geschält und gekocht
  • Agavendicksaft nach Geschmack

Steinpilz-Mandelsoße

Steinpilze

  • 100 g Steinpilze, frisch
  • Öl
  • Sesam
  • Salz und Pfeffer

Anleitungen

Kürbisgnocchi

  • Für die Kürbisgnocchi den Muskatkürbis und die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Die Würfel im Dampfgarer garen, danach zu einem Püree stampfen. Die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Je nachdem wie weich die Masse ist mit Kartoffelstärke abbinden. Die Masse auskühlen lassen und dann zu Gnocchi formen. Die Gnocchi dann in siedenden Salzwasser garen und kurz vor dem Anrichten in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten.

Apfelrotkohl

  • Den Rotkohl in feine Streifen schneiden. Die Äpfel fein reiben. Mit den Gewürzen vermengen und mit dem Zitronensaft ordentlich durchkneten und ca. 1 Stunde ziehen lassen. Mit der Flüssigkeit weich kochen und optional nach Geschmack mit etwas Agavendicksaft oder Kokosblütensirup süßen.

glasierte Maronen

  • Die geschälten und gekochten Maronen in einem Topf mit etwas Agenavendicksaft glasieren.

Steinpilze

  • Die frischen Steinpilze putzen und in Scheiben schneiden. Die Abschnitte aufheben, daraus kochen wir später die Steinpilz- Mandelsoße. Die Steinpilze in etwas Öl und mit dem Sesam anbraten und mitetwas Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken.

Steinpilz-Mandelsoße

  • Die Steinpilzabschnitte mit den in feine Würfel geschnittenen Charlotten in etwas Öl leicht glasig anbraten. Die Mandeln dazu geben und mit dem Gemüsefond gar ziehen. Die Soße mit Hilfe eines Blenders oder einem Pürierstab fein pürieren und mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.
  • Wir wünschen einen Guten Appetit.

Wer keine Lust oder Zeit zum Kochen hat, der muss nicht auf Maronen verzichten, sondern kann mit gutem Gewissen die gesunde und basische Kürbis-Maronen-Suppe von Wacker genießen:

Wacker Kürbis-Maronen-Suppe

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Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit meiner Co-Autorin der Bücher „Basenfasten zum Abnehmen“, „Schön durch basenfasten“ und unserer basenfasten Ausbilderin Martina Huber entstanden.

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