Sommerzeit = Beerenzeit

Am 14. Juni 2019 von

Endlich ist sie wieder da – die Beerenzeit. Und wir lieben alle Beeren: Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren, Brombeeren… Aber sĂŒĂŸ sollen sie sein. SĂŒĂŸ sind sie, wenn sie reif sind.

Basisch werden Beeren, wenn sie reif sind

Denn erst, wenn sie ausgereift sind, enthalten sie genĂŒgend Mineralstoffe, zu denen auch Kalium gehört, was sich stark auf die Basenbildung eines Lebensmittels auswirkt.

Auch Spurenelemente wie Eisen sind in der reifen Beere in höherer Konzentration vorhanden. So liegt der tÀgliche Bedarf an Eisen bei 10 bis 15 mg (Frauen/MÀnner). Mit einem SchÀlchen an reifen Himbeeren decken wir bereits 30% dieses Bedarfs.

Mit 100 g Wacker gekeimtes MĂŒsli verzehrt, ist der Tagesbedarf gedeckt.

Denn sowohl Flocken aus gekeimtem Hafer als auch gekeimter Buchweizen weisen einen hohen Eisengehalt auf. Das in den Beeren enthaltende Vitamin C hilft, das Eisen auf gut zu verwerten.

Vitaminreich werden Beeren, wenn sie reif sind

Der tÀgliche Bedarf an Vitamin C liegt bei 100 mg. Der ist mit 150 g Erdbeeren bereits gedeckt. Bei schwarzen Johannisbeeren reichen weniger als 100g, um den Tagesbedarf zu decken.

Schwarze Johannisbeeren kennen viele Menschen nur als Marmelade, was mit viel Zuckerzusatz und einem hohen Verlust an Vitamin C einhergeht. Pur schmecken sie herb-sauer – es sei denn, man verpackt sie in einem leckeren Smoothie:

Brombeer-Johannisbeeren-Smoothie

Brombeer-Johannisbeeren-Smoothie

Vorbereitungszeit 5 Minuten
Arbeitszeit 5 Minuten
Portionen 2 Personen

Zutaten

Anleitungen

  • Die Johannisbeeren waschen und abzupfen. Die Brombeeren waschen und abtropfen lassen.
  • Die Johannisbeeren, Brombeeren, geschĂ€lte Banane, ParanĂŒsse mit den Erdmandelflocken und dem Wasser in einem Mixer pĂŒrieren und auf 2 GlĂ€ser verteilen.

SekundÀre Pflanzenstoffe entstehen, wenn die Beeren reif sind

SekundĂ€re Pflanzenstoffe werden seit den 50iger Jahren erforscht und zunehmend werden die Benefits fĂŒr eine Vielzahl von Stoffwechselprozessen mit positiven Auswirkungen auf die Gesundheit gefunden. Man geht davon aus, dass 5000 bis 10000 verschiedene solcher Stoffe in der menschlichen Nahrung vorkommen, in pflanzlicher Nahrung, also in Obst, GemĂŒse, KrĂ€utern, Keimlingen, NĂŒssen, Samen, HĂŒlsenfrĂŒchten, Kartoffeln und in Vollkorngetreide. (Watzl et al 2008)

Ergebnisse zahlreicher Studien bestĂ€rken die Annahme, dass der Verzehr sekundĂ€rer Pflanzenstoffe das Risiko fĂŒr die Entstehung zahlreicher Krankheiten wie Krebs, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken kann. Auch eine immunmodulierende und antibiotische Wirkung wurde festgestellt. Noch nicht erforscht sind die genauen erforderlichen Verzehrmengen (der Tagesbedarf) an sekundĂ€ren Pflanzenstoffen. Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr ErnĂ€hrung empfiehlt einen daher grundsĂ€tzlich hohen Verzehr an Obst und GemĂŒse, um die Versorgung mit diesen wichtigen NĂ€hrstoffen sicherzustellen.

Übrigens: basenfasten und basische ErnĂ€hrung basieren auf pflanzlichen Lebensmitteln, die reich an sekundĂ€ren Pflanzenstoffen sind.

Bei den Beeren sind es die so genannten Flavonoide unter den sekundĂ€ren Pflanzenstoffen, die fĂŒr die gelbe, rote und blaue Farbe der reifen Beeren verantwortlich sind. Eine Senkung des Krebsrisikos wurde hier vor allem in Bezug auf Darmkrebs und Brustkrebs bei Frauen nach der Menopause gefunden. Eine Meta-Analyse (Kay et al, 2012) verschiedener Studien zeigte gĂŒnstige auf Blutdruck und GefĂ€ĂŸwĂ€nde. Dies ist nur einmal ein kleiner Einblick in die Wunderwelt der Beeren. Wie gesagt, es gibt unzĂ€hlige solcher Stoffe, die in pflanzlichen Nahrungsmitteln vorhanden sind.

Basischer Erdbeerkuchen mit Minz-Pesto

Basischer Erdbeerkuchen mit Minz-Pesto

Zutaten

FĂŒr den Teig

FĂŒr das Topping

  • 1 Schale Erdbeeren
  • ein paar Himbeeren zur Dekoration
  • 1 Banane
  • 1 Handvoll Minze

Anleitungen

  • Den Backofen auf 150 Grad Celsius vorheizen. FĂŒr den Teig alle Zutaten miteinander vermengen, von der Zitrone zuerst den Abrieb und dann den Saft hinzufĂŒgen. Den Teig ca 15 Minuten in einer gefetteten Form (Durchmesser 17 cm) goldgelb backen und danach auskĂŒhlen lassen.
  • FĂŒr das Minz-Pesto die Minze waschen und die BlĂ€tter abzupfen. Mit etwas Wasser fein pĂŒrieren. Optional mit etwas KokosblĂŒtenzucken abschmecken und mit Flohsamenschalen abbinden, sollte es zu flĂŒssig sein.
  • Die Banane klein schneiden und mit 6 oder 7 Erdbeeren pĂŒrieren. Die restlichen Erdbeeren waschen und in Ecken schneiden.
  • Den Kuchenboden aus der Form lösen und auf einen Teller geben. Dann mit der Erdbeer-Bananencreme bestreichen und mit den Erdbeerecken ausgarnieren. Die Mitte frei lassen und dort ein paar Himbeeren verteilen und in die LĂŒcken etwas Minz-Pesto spritzen.
  • Guten Appetit.

In der Beerenzeit gilt: Jeden Tag eine große Portion davon

Der tĂ€gliche Gang zum Obst- und GemĂŒsehĂ€ndler sollte jetzt zum unverzichtbaren Ritual werden. Die Natur sorgt fĂŒr Abwechslung mit Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Stachelbeeren, rote und schwarze Johannisbeeren, Jostabeeren (eine Kreuzung aus Stachel- und schwarzer Johannisbeere). Auch Kirschen und blaue Trauben enthalten reichlich Flavonoide.

Der einzige Nachteil der Beeren ist, dass sie nicht lange haltbar sind. Aber keine Panik: Wenn Sie nicht schaffen, stĂ€ndig frischen Nachschub zu sorgen, dann gibt es ja noch unser gekeimtes BeerenmĂŒsli.

Wacker gekeimtes BeerenmĂŒsli

Der hohe Anteil an gekeimten Haferflocken und gekeimtem Buchweizen wirkt mit seinem Gehalt an PhenolsÀuren und Phytoöstrogenen (beides auch sekundÀre Pflanzenstoffe) antioxidativ und immunmodulierend.

Quellen:

  • Kay CD, Hooper L, Kroon PA et al.: Relative impact of flavonoid composition, dose and structure on vascular function: a systematic review of randomised controlled trials of flavonoid-rich food products. Mol Nutr Food Res. 56 (11) (2012)1605-1616
  • Souci et al: Der kleine Souci-Fachmann-Kraut: Die Zusammensetzung der Lebensmittel – NĂ€hrwerttabellen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 2016
  • Watzl, Bernhard; Leitzmann, Claus: Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln: ErnĂ€hrung und Immunologie, Hippokrates, Stuttgart 2005

0 BeitrĂ€ge zu “Sommerzeit = Beerenzeit”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Mit Absenden des Formulars stimmen Sie unseren Datenschutzhinweisen zu.