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Standmixer für die basische Küche im Test

Am 15. Dezember 2017 von

Sehr häufig bekomme ich Anfragen darüber, welches Mixgerät denn für die Zubereitung von basischen und basenreichen Gerichten zu empfehlen ist. Und deshalb möchte ich Ihnen gerne heute zwei Produkte vorstellen. Dazu habe ich von der Firma Keimlinge zwei Standmixer zu Verfügung gestellt bekommen. Es handelt sich einmal um einen Einsteiger-Mixer und ein Profi-Modell. Ich habe beide Mixer einem praktischen Alltagstest unterzogen. Und je nach Ihren Bedürfnissen können Sie selbst entscheiden, welches Modell das Richtige für Sie ist.

Notwendigkeit: Für was brauche ich einen Standmixer

In der basischen Küche wird viel Obst und Gemüse verwendet, aber auch Nüsse und Keimlinge kommen zum Einsatz, deshalb sind praktische Küchenhelfer, die die Zubereitung erleichtern können, eine lohnende Investition. Ein Standmixer hilft beispielsweise beim Pürieren von Nahrungsmitteln, die aber im Gegensatz zum Pürierstab, sehr viel homogener verarbeitet werden können. So lassen sich im Handumdrehen feine Suppen und Soßen oder auch gesunde Smoothies herstellen. Selbst bei der Herstellung von Dressings, Dips und Aufstrichen oder der Erzeugung von pflanzlicher Milch, ist der Standmixer eine tolle Bereicherung.

Die Test-Kandidaten im Überblick

Der Einsteiger-Mixer

Einsteigermodell: Foodmatic Personal Mixer

Der Foodmatic Personal Mixer PM1000 von der Firma Keimling zählt mit seiner Größe und seinem Gewicht von 2,4 Kg zwar nicht zu den leichtesten Modellen im Mixersortiment. Wer es aber noch kleiner möchte, der bekommt im Handel meist nur einen Smoothie-Mixer mit weniger Leistung und Qualität. Mit seinen 1000 Watt und 20.000 Umdrehungen/Minute führt Keimling Naturkost einen besonders starken, kräftigen und leistungsfähigen Blender auf dem Markt ein.

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Erster Eindruck

Mein erster Eindruck beim Auspacken des Mixers war eher zurückhaltend, da die Ausstattung des Foodmatic relativ einfach gehalten ist. So suchte ich erstmals vergeblich nach einem Ein-und Ausschaltknopf und anders als ich es gewohnt bin, gibt es hier auch nur eine Öffnung für den Schraubdeckel, in der gleichzeitig die beeindruckende 6-fach Edelstahlklinge integriert ist. Sehr positiv ist jedoch, dass neben dem 1 Liter Tritan-Behälter auch noch ein zusätzlicher 0,8 Liter Tritan-Behälter enthalten ist und nicht noch extra erworben werden muss. Die beiden Behälter sind frei von BPA, was man bereits beim Auspacken bemerkt, denn es wird kein unangenehmer Plastikgeruch verströmt. Die Bedienung ist kinderleicht, einfach die Zutaten in den Mixbehälter füllen, Deckel drauf, Stecker rein, Behälter eindrehen und schon beginnt das Gerät zu zerkleinern.

Das Profi-Modell

Profi-Modell: Vitamix

Der Vitamix Professional Series 300 zählt zu den Profis unter den Standmixern. Viele vegane Prominente wie beispielsweise Attila Hildman oder gerade Rohkostanhänger verwenden einen Vitamix für die Zubereitung ihrer gesunden Mahlzeiten, da er laut eigenen Angaben durch „enorme Power die Vitamine, Nährstoffe und Antioxidantien aus Schalen, Zellen und Samen freisetzen“ kann. Um diese Power zu erzeugen besitzt der Vitamix einen Hochleistungsmotor mit 2,2 PS, Puls-Funktion, der 1200 – 1400 Watt erbringt. Noch dazu kann man mit den 10 Stufen-Schalter die Geschwindigkeit besser regulieren. Im Lieferumfang sind außerdem ein hochwertiges Kochbuch mit über 100 Rezepten und eine DVD enthalten. Mit dem mitgelieferten Stößel lassen sich dann auch Suppen und Desserts nochmals eine Spur cremiger schlagen.

Erster Eindruck

Ein massiver Mixer, der gute 5,6 Kg auf die Waage bringt und Platz in der Küche braucht, dafür aber auch die Möglichkeit bietet mit seinem 2 Liter Titan-Behälter große Mengen herzustellen. Gerade leise ist der Vitamix nicht, aber sonst würde man ihm wahrscheinlich die Power gar nicht abnehmen. Die Handhabung ist relativ einfach, auch wenn es hier mehr Schalter zu bedienen gibt. Sehr praktisch vor allem, dass man die Geschwindigkeit „von/bis“ steigern und nochmal mit der Pulsfunktionstaste das zügigere Verarbeiten der Zutaten reguliert.

Standmixer im Test

Eines der wichtigsten Kriterien in meinem Standmixer Test ist natürlich das Mixergebnis. Der Standmixer sollte in der Lage sein, die verwendeten Zutaten gleichmäßig gut zu zerkleinern und eine cremige Masse daraus zu erzeugen. Letztendlich ist vor allem der Geschmack für eine positive Kaufentscheidung ausschlaggebend und wie gut damit leckere Smoothies, Shakes oder andere basische und basenreiche Gerichte gelingen.

Ich habe jeweils drei Smoothies mit unterschiedlichen Zutaten hergestellt, die sich nicht so einfach zerkleinern lassen und eventuell zum Hindernis werden könnten.

Verschiedene Herausforderungen für einen Standmixer

1. Herausforderung: Green Smoothies

Grüne Smoothies sind eine wahre Herausforderung für jeden Standmixer, aber nicht jedes Gerät ist auch dafür geeignet. Denn um die gesunden Inhaltsstoffe von grünen Zutaten wie Blattspinat, Feldsalat und Löwenzahn wirklich für unseren Körper nutzen zu können, bedarf es am besten eine Wattleistung ab circa 1.000 Watt und 22.000 Umdrehungen pro Minute. Unser Einsteiger-Modell leistet 1000 Watt und unser Profi-Mixer bringt sogar 1200-1400 Watt mit. Bei niedrigerer Leistung kann nämlich die Zellulose der Pflanzen, also da wo die Nährstoffe auch wirklich sitzen, nicht aufgebrochen werden. Für eine gesunde Ernährung ist dies jedoch ausschlaggebend, da die Zellulose viele Vitalstoffe enthält, die vom Körper nicht ohne deren Aufspaltung aufgenommen werden können. Wer bereits versucht hat mit einem herkömmlichen Stabmixer Smoothies zuzubereiten, der scheitert spätestens beim grünen Smoothie. Nicht nur, dass die Zubereitung mit einem Stabmixer äußerst aufwändig ist, weil alle Zutaten für sich püriert werden müssen, sondern auch das Blattgemüse wird schlichtweg auf Grund der faser- und zellulosereichen Zutaten, nicht wirklich in seine Bestandteile zerlegt. Mit einem gut ausgestatten Standmixer hingegen, gelingt die Zubereitung in kürzester Zeit und auch das Ergebnis überzeugt. Bei dieser Disziplin lieferten beide Mixer eine sehr gute Leistung ab. Es gab lediglich beim Profi-Modell einen hauchfeinen Unterschied in der Konsistenz, der ist aber wirklich nur für feine Gaumen zu erspüren.

Green Smoothies

2. Herausforderung: gefrorener Beeren-Smoothie

Gefrorener Beeren-Smoothie

Normalerweise benutze ich immer frisches Obst, aber zum Testen darf es dann auch mal TK-Ware sein, um zu sehen, ob es beide Mixer schaffen die festen Beerenbrocken zu pürieren. Gerade wenn Sie Sorbet herstellen wollen oder wenn Sie Crushed-Eis benötigen, sollte der Standmixer dazu in der Lage sein. Zusätzlich habe ich noch ganze Mandeln zu dem gefrorenen Beerenobst hinzugegeben. Damit hatten beide Mixer so ihre Probleme, wobei der Vitamix aufgrund seines größeren Behälters die gefrorenen Beeren einfacher in die Klinge ziehen konnte, während ich beim Foodmatic das Obst auf der Klinge feststeckte. Ich musste also den Behälter abschrauben und umdrehen. Bei Beiden musste ich jedoch dann hin und wieder etwas Flüssigkeit nachgeben. Das Ergebnis: Der Smoothie vom Vitamix war etwas feiner im Geschmack. Dennoch hat auch der Günstigere seine Aufgabe sehr gut erfüllt.

Gefrorener Beeren-Smoothie

3. Herausforderung: Apfel-Karotten-Ingwer-Smoothie

Apfel-Karotten-Ingwer-Smoothie

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Der nächste Smoothie hat es mit seinen festen Zutaten in sich. Hinein kamen neben einem Apfel, auch Karottenscheiben und Ingwer. Und genau hier fällt sofort beim Geschmackstest auf, dass der Smoothie vom Vitamix sehr viel cremiger war. Obwohl ich auch die Zutaten vom Foodmatic sehr lange im Behälter habe pürieren lassen, kann das Ergebnis nicht so ganz mit dem des Profis mithalten.

Karotte-Apfel-Ingwer-Smoothie

Zusammenfassung Gesamtergebnis

Der Vitamix schafft die hartnäckigsten Zutaten problemlos und erzeugt eine sämige Smoothie-Konsistenz. Auch der Foodmatic besteht den Härtetest und schafft die ausgewählten Zutaten. Vor allem der Einsteiger Foodmatic hat mich beim Herstellen des Grünen Smoothies sehr positiv überrascht, so manch anderer Mixer mit dem ich bereits in der Vergangenheit Erfahrungen gemacht habe, bekam keine so schöne cremige Masse hin. Selbst die anderen Smoothies unterschieden sich beim günstigeren Modell lediglich durch eine leicht stückigere Konsistenz zum Profi-Modell. Im Geschmackstest liegt der Vitamix also ein klein wenig vorne. Was sich erstmal als kleines Manko bei mir erwies, weil beim Foodmatic die Klinge an dem Schraubdeckel angebracht ist, stellte sich beim Reinigen als echter Vorteil heraus. Denn so kann man in einem Waschgang alles von den Lebensmittel-Überresten befreien und es reicht lediglich aus das Ganze unter Wasser zu halten. Beim Vitamix muss man dagegen von oben versuchen zwischen die Messer zu gelangen oder man schraubt die Klinge eventuell ab.

Fazit

Wer also gerne erst einmal in die basische Küche reinschnuppern möchte, der ist anfangs gut mit dem Einsteiger-Modell bedient. Wer hingegen täglich gesund kocht und dies auch relativ umfangreich tut, der sollte lieber in ein Profi-Modell investieren.

Ein Beitrag zu “Standmixer für die basische Küche im Test”

  1. Mucha sagt:

    Den Foodmatic Personal Blender kann ich nicht empfehlen. Unpraktisch ist, dass man zum Nachfüllen den Deckel abschrauben muss, der nach einem ersten Mixen nun verschmiert ist. Danach lässt es sich nicht wieder dicht verschließen.
    Mein Gerät ist gerade wegen eines Defektes am Material zur Reparatur. Nicht zu empfehlen.

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