Warum ist die Kapuzinerkresse eigentlich so gesund?

Am 26. Juni 2019 von

In manch einem Garten sieht man von Juni bis in den November hinein die leuchtend gelben, orangenen oder roten Blüten der Kapuzinerkresse. Obwohl sie in jedem Garten echt etwas hermacht, ist sie alles andere als eine reine Zierpflanze. Die Blüten und die jungen Blätter sind essbar und haben es echt in sich: Sie liefern uns Power für das Immunsystem und mehr. Und sie wird basisch verstoffwechselt.

Salat mit Kapuzinerkresse

Was macht die Kapuzinerkresse so wertvoll?

Die scharf schmeckenden Blüten und Blätter enthalten Glucosinolate (hier Glucotropaolin), die im Körper in Senföle umgewandelt werden. Die Senföle sind auch für den scharfen Geschmack der Kapuzinerkresse verantwortlich. Seit den 1950iger Jahren ist bekannt, dass sie die Vermehrung von Bakterien, Viren und Pilze verhindern können und es wurde in den vergangenen Jahren immer weiter erforscht. Die antibakterielle Wirkung erstreckt sich auf grampositive und gramnegative Bakterien (Hunnius, 2014) In der Pflanzenheilkunde wird sie daher schon lange auch gegen Harnwegsinfekte und Infekte der Atemwege  eingesetzt, aber auch im Magen-Darm-Trakt ist eine antibiotische Wirkung zu verzeichnen. Die Kapuzinerkresse ist damit auch Inhaltsstoff einiger pflanzlicher Arzneimittel. Erwähnenswert ist auch ihr hoher Vitamin-C-Gehalt. In den Blättern finden sich 300 mg Vitamin C pro 100 g. (Ternes et al, 2005) Die Inhaltsstoffe bewirken in ihrer Gesamtheit Stärkung des Immunsystems(Ternes et al)

Glucosinolate gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, die immer noch nicht gänzlich erforscht sind. Sie sind in Senf, Kresse, Rettich, Radieschen und in den Kohlgewächsen in höheren Mengen enthalten. Besonders Brokkoli und Brokkolisprossen waren in den vergangenen 10 Jahren Gegenstand vieler Forschungen. Daten aus epidemiologischen Studien deuten auf ein niedrigeres Risiko für die Entstehung von Prostata-, Lungen- und Dickdarmkrebs hin. (Watzl, 2012).

Daher: Essen Sie bei basenfasten und basischer Ernährung immer auch genügend Gartenkresse, Kapuzinerkresse, Brokkoli, Spitzkohl, Pak Choi, Rettich und Radieschen.

Wo bekomme ich Kapuzinerkresse her?

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum maius), auch gelbes Vögerl oder Salatblume genannt,  kam Ende des 16. Jahrhunderts aus Peru, gedeiht bei uns aber wunderbar. Sie wächst in jedem Garten und auf jedem Balkon. Sobald der letzte Frost ab Mitte Mai vorbei ist, kann man die großen Samen in die Erde – im Topf oder im Garten – stecken und in kurzer Zeit wächst sie zu einer wunderschönen Pflanze heran. Wenn sie genügend Sonne hat, gibt es ab Ende Juni die ersten Blüten. Wer nicht so lange warte mag, kann sich auf dem Wochenmarkt oder in einer Gärtnerei ein vorgezogene Pflanze kaufen – kostet um die 3 Euro. Sowohl die Samen, als auch die Pflanzen gibt es auch in Bioqualität zu kaufen. Sie liefert in kürzester Zeit den ganzen Sommer und Herbst über jede Menge Blüten. Mit dem ersten Frost ist es allerdings vorbei mit der Blütenpracht, denn Frost mag diese Pflanze gar nicht. Meist haben sich bis dahin aber genügend Samen gebildet, damit die Aussaat für das nächste Jahr gesichert ist.

Wie verwende ich sie am besten?

Die jungen Blätter werden in kleine Streifen geschnitten und unter den Salat gemischt. Die Blüten werden zur Dekoration des Salates verwendet, aber na klar und mitgegessen. Da die für die Gesundheit wichtigen Inhaltsstoffe Vitamin C und Glucosinolate hitzeempfindlich sind, ist es empfehlenswert, sie roh zu verzehren. So schmeckt sie auch am besten. Wenn sie noch so gesund ist, übertreiben sollte man es nicht: Pro Person zwei bis 3 kleine Blätter und 2 bis 3 Blüten reichen völlig aus, damit die scharfen Senföle den Magen nicht reizen.

Salat mit Kapuzinerkresse

Romanasalat mit Bete, Kapuzinerkresse und Wacker Salattopping

Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Portionen 2 Personen

Zutaten

Anleitungen

  • Die beiden Sorten Bete in Wasser ca 30 Minuten weich kochen. Die Bete sollte noch bissfest sein. Danach die Bete in kaltem Wasser abschrecken.
  • In der Zwischenzeit kann man den Salat, den Basilikum und die Kresse putzen, waschen und in mundgerechte Stücke zupfen.
  • Die Bete schälen und mit Hilfe eines Gemüsehobels in feine Scheiben schneiden. Den Salat, die Betescheiben und die Blätter des Basilikum und der Kapuzinerkresse in eine Schüssel geben. Die Orange darüber auspressen, das Leinöl und das Wacker Salattopping dazu geben. Nun kann man den Salat mit Sesamsalz und weißem Pfeffer abschmecken und gut vermengen.
  • Den Salat in große Weck Gläser füllen und mit schönen Basilikumblättern und Kapuzinerkresseblüten ausgarnieren.
  • Wir wünschen einen Guten Appetit.

Zubereitet mit Wacker Salattopping

Wacker Salattopping

Erfahren Sie mehr über das Wacker Salattopping.

Quellen

  • Ternes, W.; Täufel, A.; Tunger, L.; Zobel, M.: Lebensmittellexikon, Behr’s Verlag, Hamburg 2005
  • Hunnius, C.: Pharmazeutisches Wörterbuch, de Gruyter, Berlin 2014
  • Watzl B: Einfluss sekundärer Pflanzenstoffe auf die Gesundheit. In: 12. Ernährungsbericht 2012. Bonn (2012) 355-374

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