Wie fit ist mein Darm? – ein Selbsttest

Am 5. Januar 2021 von

Jeder von uns hatte schon mindestens einmal im Leben mit Darmproblemen zu kämpfen. Angefangen von Blähungen, über schmerzhafte Darminfektionen bis hin zu dauerhafter Verstopfungsneigung. Die Palette möglicher Darmbeschwerden ist lang und der eine hat mehr, der andere weniger damit zu kämpfen. Die zunehmende Häufigkeit, wie oft unser faszinierendes Verdauungsorgan in der heutigen Zeit mit Funktionsstörungen und Entzündungen zu kämpfen hat, lässt den Darm mehr in den Fokus unserer allgemeinen Gesundheitsbetrachtung rücken. Vor nicht allzu langer Zeit schenkte die Wissenschaft und auch die Gesellschaft dem Darm eher wenig Beachtung. Das ändert sich gerade schlagartig und es kommt immer mehr ans Tageslicht, dass viele von uns dem eigenen Darm nicht genügend Aufmerksamkeit schenken und bis heute Symptome wie ständige Blähungen oder Probleme beim Stuhlgang tendenziell als „normal“ ansehen.

Bauch

Immer mehr Menschen haben zunehmend chronische Probleme wie Unverträglichkeiten, wiederkehrende Darmentzündungen, usw. Die Gründe dafür sind vielfältig: einseitige oder ungesunde Ernährung, dauerhafter Stress, Medikamente, Bewegungsmangel, Darminfektionen uvm. Häufig ist nicht nur ein Auslöser der Grund für Darmbeschwerden, es sind eher viele kleine Bausteine, die dem Verdauungstrakt zusetzen und schließlich im schlimmsten Falle zu chronischen Erkrankungen führen können – übrigens nicht nur direkt im Darm spürbar, sondern auch auf der Haut, an den Gelenken, im psychischen Bereich usw. können Darmbelastungen sichtbar werden. Und auch wer keine Symptome hat beweist nicht zwingend damit, dass es seinem Darm tatsächlich blendend geht. Darmschädigende Gewohnheiten können erst Jahre später ihren Tribut einfordern – und wenn nicht, umso besser. Denn auch wer darmstark ist, dem tut es dennoch gut, dem Verdauungssystem und damit dem ganzen Körper etwas Gutes zu tun – denn Prävention ist immer besser als warten, bis Probleme auftreten.

Der Selbsttest

Höchste Zeit also, einen kleinen Selbsttest zu wagen, in dem Anhaltspunkte sichtbar werden, wodurch der eigene Darm belastet wird.

Die erste Testtabelle befasst sich mit Gewohnheiten und Lebensumständen, welche der Darmgesundheit Schaden zufügen können. Ganz wichtig ist es, die Fragen ehrlich zu beantworten, denn Schummeln schadet nur dem eigenen Darm. Und so geht’s: Für jedes „Ja“ gibt es 1 Punkt. Am Ende die Punkte zusammen zählen und schon wird erkennbar, wie viele Gewohnheiten meinem Darm nicht gut tun. Je mehr Punkte, umso ungünstiger sind diese Gewohnheiten für den Darm.

In der zweiten Testtabelle dreht sich alles um Symptome die der Darm zeigen kann, wenn es ihm nicht gut geht. Die Bewertung beider Tabellen zeigt auf, wie es um die persönliche Darmgesundheit steht und was verändert werden kann, damit sich  Gesundheit und Wohlbefinden verbessern.

Fragestellung zu Darmbelastungen Punkte
Ich esse häufig hektisch und nehme mir wenig Zeit für meine Mahlzeiten 1
Ich esse häufig unregelmäßig 1
Ich esse häufig sehr spät abends 1
Ich esse häufig zu viel und fühle mich oft „überfressen“ 1
Ich esse abends häufig Rohkost (rohes Gemüse/rohes Obst) 1
Ich verzehre häufig Fertigprodukte 1
Ich verzehre häufig tierische Produkte (Fleisch, Wurst, Milch und Milchprodukte, etc.) 1
Ich esse häufig sehr fettreich – v. a. tierische Fette 1
Ich verzehre häufig zuckerhaltige Speisen und Getränke 1
Ich verzehre eher wenig frisches Obst und Gemüse 1
Ich achte wenig auf die Qualität der Speisen (unverarbeitet, biologischer Anbau, etc.) 1
Ich esse selten hochwertige Pflanzenöle, Ölsaaten und Nüsse 1
Ich esse häufig Backwaren wie weißes Brot, Brötchen, Gebäck 1
Ich trinke häufig zu wenig Wasser 1
Ich konsumiere häufig Genussmittel wie Alkohol und/oder Tabak 1
Ich bin häufig gestresst und habe wenig Zeit für Entspannung 1
Ich gehe einer sitzenden Arbeitstätigkeit nach 1
Ich treibe selten oder gar keinen Sport 1
Ich bin wenig an der frischen Luft 1
Meine Schlafzeit ist oft nicht ausreichend oder sehr unregelmäßig 1
Ich muss regelmäßig Medikamente einnehmen 1
In den lt. Jahren hatte ich eine oder mehrere Behandlungen mit Antibiotika 1
Ich erlebte oder erlebe immer wieder psychisch beschwerliche Lebensphasen 1

Auswertung zu Darmbelastungen:

0-3:

Gratulation! Sie haben nur sehr wenige Darmbelaster in Ihrem Leben und das wird er Ihnen vermutlich danken. Natürlich ist nicht jeder Darm gleich empfindlich auf die unterschiedlichen Punkte, also kann es trotz der geringen Zahl an negativen Einflüssen auf Ihren Darm dennoch zu Beschwerden kommen. Wer z. B. nur häufig sehr spät isst und der Darm darauf sensibel reagiert, der sollte sich dieser Gewohnheit entledigen. Ob er sensibel reagiert erfahren Sie bei der Auswertung der zweiten Tabelle. Wenn Sie dort keine Punkte sammeln, dann scheint Ihr Darm sich wirklich wohl zu fühlen.

4-7:

Immer noch ein gutes Ergebnis. Sie haben scheinbar ein paar Gewohnheiten oder Lebensumstände, die Ihrem Darm „nicht gut schmecken“. Es kann durchaus sein, dass er damit noch gut zurecht kommt und noch keine deutlichen Beschwerden zeigt. Klarheit darüber wird Ihre Auswertung der zweiten Tabelle bringen. Klar, wir müssen nicht leben wie „Ernährungs-Heilige“, aber das Verändern von ein paar Gewohnheiten wird Ihnen vermutlich mehr Kraft und Vitalität beschweren.

8-11:

Dieses Ergebnis ist bezogen auf ihre Darmgesundheit eher mittelmäßig. Einige Ihrer Gewohnheiten und Lebensumstände sind für Ihren Darm tatsächlich eine Belastung und vermutlich wird er das auch bereits signalisieren. Die Signale die er Ihnen schickt erfahren Sie in der Auswertung der zweiten Tabelle. Sollten Sie trotz der 8 bis 11 Punkte das Gefühl haben, dass es Ihrem Darm gut geht, ist es dennoch ratsam, ein paar schädigende Umstände dauerhaft zu verändern. Und wer mit dieser Punktezahl schon mit Darmproblemen zu kämpfen hat dem sei sehr ans Herz gelegt, am besten heute noch über den gelebten Alltag nachzudenken und Änderungen herbei zu führen. Ihr Darm wird es ihnen danken.

12-23:

Höchste Zeit Ihrem Darm mehr Aufmerksamkeit und wohltuende Gewohnheiten zu schenken! Sie werden bei der Ausarbeitung der ersten Tabelle schon gemerkt haben, dass da einiges im Argen liegt bezüglich Ihrer Darmgesundheit. Wenn Sie trotz der Gewohnheiten und Lebensumstände keine oder nur wenige Signale von Ihrem Darm bekommen, dann ist das zwar ein Grund zur Freude, allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass dies nicht immer so bleiben wird. Und wer mit Beschwerden zu kämpfen hat, siehe Auswertung der zweiten Tabelle, dem sei dringend geraten, seinen Lebensstil zu ändern. Sie werden erstaunt sein wie sich das Wohlbefinden verbessert, wenn einige der ungesunden Gewohnheiten verändert und abgeschafft werden.

Fragestellung zu Darmsymptomen Punkte
Ich leide immer wieder an Durchfall 1
Ich leide häufig an Verstopfung 1
Ich habe häufig Blähungen 1
Mein Darm macht häufig Laute wie Rumoren, Kollern, Gluckern, etc. 1
Ich vertrage bestimmte Lebensmittel nicht 1
Mein Darm fühlt sich oft aufgetrieben und angespannt an 1
Ich leide immer wieder unter Schmerzen im Darmbereich ohne klare Ursache 1
Mein Stuhl ist häufig hart und bereitet mir beim Stuhlgang Probleme 1
Ich leide häufig an einem Völlegefühl 1
Ich bin häufig sehr müde nach einer Mahlzeit 1
Ich bin sehr berührungsempfindlich in der Bauchgegend 1
Ich leide an Hautproblemen die sich bei unachtsamer Ernährung verschlechtern 1
Ich leide an Gelenksproblemen die sich bei unachtsamer Ernährung verschlechtern 1
Ich bin schnell reizbar oder niedergeschlagen wenn ich nicht auf die Ernährung achte 1
Ich fühle mich häufig müde, abgeschlagen und antriebslos ohne klaren Grund 1

Auswertung zu Darmsymptomen:

0:

Ihr Darm scheint sich rundum wohl zu fühlen! Wenn Sie auch noch in der Auswertung der ersten Tabelle keine oder nur sehr wenige Punkte sammelten, dann ist alles im absolut grünen Bereich.

1-4:

Ihr Darm hat wie es scheint immer mal wieder mit Belastungen zu kämpfen und ist nicht ganz „in seiner Mitte“. Es kann sein, dass nur eine Gewohnheit diese Symptome auslöst. Der Abgleich mit dem Ergebnis der ersten Tabelle könnte Ihnen Hinweise darauf geben, welche Umstände evtl. immer wieder zu Beschwerden führen. Sind es viele Punkte, die sie in der ersten Tabelle sammelten und nur verhältnismäßig wenige Symptome, dann scheinen Sie einen starken Darm zu haben. Dieser dankt es Ihnen dennoch, wenn sie einige Gewohnheiten zu seinem Wohl verändern.

5-15:

Ihr Darm verlangt nach Aufmerksamkeit, nach viel mehr Aufmerksamkeit! Es scheint als wäre Ihre Darmgesundheit nicht wirklich gut in Schuss. Es ist dringend an der Zeit, etwas zu ändern. Sollten Sie durch die Auswertung der ersten Tabelle keine Anhaltspunkte gefunden zu haben, welche Ihnen die Beschwerden bereiten, empfehlen wir eine Abklärung beim Arzt. Sollten Sie in der ersten Tabelle viele Punkte gesammelt haben und es liegt keine Grunderkrankung im Darm vor, dann wissen Sie vermutlich, was zu tun ist. Starten Sie noch heute mit einer Umstellung Ihrer Ernährungs- und Lebensstilgewohnheiten. Der Startschuss für einen „Reset“ bezüglich Darmbeschwerden könnte ein basenfasten von 1-2 Wochen sein. In dieser Zeit werden ungesunde Gewohnheiten ausgeschlossen und es ist der Einstieg in eine darmgesunde Lebensweise.

Wer jetzt gleich ins neue Jahr mit basenfasten starten möchte, der findet hier auf unserem Blog zahlreiche Gründe die dafür sprechen.

Basenfasten zur Erhaltung und wieder Herstellung der Darmgesundheit

Der ehrliche Selbsttest zeigt, wie es um den eigenen Darm steht. Durch das Auswerten der Tabelle „Darmbelastungen“ sind so manche Leser sicher über Gewohnheiten gestolpert, welche der Gesundheit schaden. Um diese los zu werden, ist eine Unterbrechung des Ess-Alltags und eine gezielte Darmentlastung eine perfekte Möglichkeit, langfristig einen darmgesunden Weg einzuschlagen. basenfasten kann dabei behilflich sein. Es ist nicht nur ein Weglassen von schlechten Gewohnheiten, sondern es füllt den Körper mit wertvollen Vitalstoffen auf, entlastet und entsäuert den ganzen Organismus und führt zu einem rhythmischen und darmfreundlichen Essverhalten. Und auch Bewegung und Entspannung kommen nicht zu kurz, sofern Sie alle Basics des basenfastens beherzigen. Und diejenigen, die bei der Auswertung der Tabellen keine oder nur sehr wenige Punkte sammelten, werden durch ein basenfasten belohnt. basenfasten bringt immer wieder neue und gesunde Rezeptideen in die Küche und hilft dabei, die Darmgesundheit weiter zu erhalten.

Hier geht es zu wertvollen Tipps, wie basenfasten funktioniert mit unseren 7 Basics und 10 Regeln.

Jetzt eine Woche basenfasten

Wenig Zeit zu Kochen und trotzdem auf den basenfasten-Geschmack gekommen? Kein Problem mit unserem Rundum-sorglos-Paket für 7 Tage:

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Noch nicht bereit für den kompletten „Reset“?

Wer jetzt noch nicht die Motivation aufbringen kann, eine ganze Woche basenfasten zu absolvieren, der kann mit einem basischen Tag beginnen oder den Alltag Stück für Stück basischer gestalten.

Noch mehr für die Darmgesundheit

Wer noch mehr über spezielle Lebensmittel, die für unseren Darm wahre Gesundheits-Leckerbissen sind, erfahren möchte, der wird in unserem Beitrag „Die 5 besten Lebensmittel für einen gesunden Darm“ fündig.

Zum Abschluss gibt es noch ein leckeres, basisches Rezept mit Fenchel

Fenchel ist übrigens eine wahre Wohltat für unseren Darm. Seine Inhaltsstoffe sind krampflösend, entblähend und verdauungsfördernd. Wohl bekomm´s!

Fenchel | Kartoffel | Olive

Fenchel | Kartoffel | Olive

Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 30 Minuten
Portionen 2 Personen

Zutaten

Anleitungen

  • Die Kartoffeln schälen, grob zerkleinern und in Salzwasser weich kochen. Wenn diese gar sind, mit der Mandelmilch und etwas Pfeffer ein Kartoffelpüree herstellen. Das Kartoffelpüree in einen Spritzsack füllen.
  • In der Zwischenzeit den Fenchel putzen und waschen. Den Strunk entfernen und die einzelnen Blätter entfernen, eventuell braune Stellen rausschneiden.
  • In einem Topf den Fenchel mit Salzwasser blanchieren und bissfest garen.
  • Die Fenchelscheiben auf die Teller verteilen, mit dem Kartoffelpüree befüllen und jeweils einen Teelöffel der Tapenade auf das Püree geben. Ein paar Tupfer Katoffelpüree am Rand verteilen und mit Oliven ausgarnieren.
  • Guten Appetit.

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit meiner Co-Autorin „Basenfasten zum Abnehmen“ https://bleibwacker.com/buecher/fuer-einsteiger/175/basenfasten-zum-abnehmen-von-sabine-wacker-und-martina-huber-trias-verlag, „Schön durch Basenfasten“ https://bleibwacker.com/buecher/tipps-tricks/202/schoen-durch-basenfasten-von-sabine-wacker-und-martina-huber-trias-verlag?c=8 und unserer basenfasten Ausbilderin Martina Huber https://agens-vitalis.de entstanden.

Foto Bauch: Adobe Stock, © Piotr Marcinski, #73498421

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