Wildkräutersaison mit Löwenzahn

Am 23. Oktober 2017 von

Jetzt mitten in der Wildkräutersaison darf neben Gänseblümchen auch der Löwenzahn nicht fehlen. In diesem Beitrag finden Sie leckere basische und basenreiche Rezepte mit Löwenzahn.

Löwenzahn

Wenn Sie die gelbe Pusteblume bisher nur als Unkraut wahrgenommen haben, das sich überall ausbreitet und genau da wächst wo man es nicht haben will, dann haben Sie ihm bisher Unrecht getan. Seinen schlechten Ruf hat der Löwenzahn nämlich gar nicht verdient. In diesem Wildkraut stecken allerhand Vitamine und Mineralstoffe, was ihn gleichzeitig zu einem hervorragenden Basenbildner macht.

Löwenzahn enthält Bitterstoffe, Schleimstoffe, Kumarine, sowie Inulin und Karotinoide. Letzteres schützt nicht nur die Körpersubstanzen, sondern auch das Stoffwechselsystem vor schädlichen Einflüssen. Die Pflanze wirkt durch ihre Inhaltsstoffe besonders harn- und galletreibend. Seine choleretische Wirkung fördert die Gallenproduktion der Leber und macht den Löwenzahn zur Heilpflanze erster Wahl bei Gesundheitsproblemen mit Leber oder Galle. Ebenso wird dem Wildkraut nachgesagt, verdauungsfördernd, lymphentlastend, blutreinigend sowie stoffwechselanregend zu sein. Schon in früheren Zeiten empfahl Hildegard von Bingen, Löwenzahn bei Blutreinigungskuren einzusetzen.

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Nicht nur die Heilwirkung von Löwenzahn kann man sich zunutze machen. Man kann auch leckere (basische) Gerichte damit zaubern. Der Geschmack der Blätter ist ein wenig bitter, je nachdem wie weit sie gerade ausgewachsen sind. Die Blüten schmecken dagegen leicht süßlich. Damit kann man so manches Rezept bereichern.

Versuchen Sie es doch mit einem richtigen Frischekick am Morgen aus Löwenzahnblättern:

Basischer Löwenzahn-Smoothie

Zutaten für einen basischen Löwenzahn-Smoothie

Für 2 Portionen brauchen Sie:

  • 2 Handvoll Löwenzahn
  • 1 reife Banane
  • 1 reife Avocado
  • ½ Schale Gartenkresse
  • 2 EL Erdmandelflocken
  • 2 EL Sesamsamen
  • Saft von ½ Orange
  • 200 ml Wasser

Zubereitung:

Den Löwenzahn waschen und in den Mixer geben. Die Banane schälen, die Avocado schälen, entkernen und in den Mixer geben. Die Orange halbieren, eine Hälfte auspressen und den Saft in den Mixer geben. Die Gartenkresse zusammen mit den Erdmandelflocken, dem Sesam, dem Orangensaftsaft und dem Wasser in den Mixer geben und alles zerkleinern.

basischer Löwenzahn-Smoothie

Hier ein leckerer Kartoffelsalat, der sich auch hervorragend als Grillbeilage eignet. Den Salat können Sie je nachdem, ob Sie gerade einen basenfasten Kur machen oder sich einfach nur basenreich nach der 80/20-Regel ernähren möchten, mit dem jeweiligen Dressing zubereiten.

Basenreicher Kartoffelsalat mit Löwenzahn und grünen Kapern

basischer Kartoffelsalat mit Löwenzahn und Kapern

Zutaten:

  • 8 mittelgroße festkochende Kartoffeln
  • 1 Hand voll Löwenzahn
  • 2 kleine Schalotten
  • 1 frisch geriebene Prise Muskat
  • 1 EL Kapern (nicht in Essig eingelegt)

Für das Dressing:

  • 4 EL kaltgepresstes Sonnenblumenöl
  • 1 EL guter Balsamico Bianco (wenn Sie gerade basenfasten, dann verwenden Sie stattdessen den Saft von 1 kleinen Zitrone)
  • frisch gemahlener bunter Pfeffer
  • etwas Kräutersalz

Die Kartoffeln mit der Schale im Gemüsedämpfer garen, abkühlen lassen, schälen, in Scheiben schneiden und mit Muskat würzen. Die Löwenzahnblätter waschen und abtropfen lassen. Die Schalotten schälen und in Scheiben schneiden. Alle Zutaten des Dressings miteinander vermischen und die Schalotten dazugeben. Das Dressing, die Kapern und die Löwenzahnblätter unter die Kartoffeln geben und servieren.

Genauso aromatisch wie die grünen Blätter ist die leuchtend gelbe Blüte. Braten Sie die Löwenzahnknospen einfach kurz in Öl an und schmecken Sie sie mit etwas Kräutersalz oder Gomasio ab. So eignen sie sich als aromatische Salatbeilage oder zum Knabbern als kleine Zwischenmahlzeit.

Löwenzahn als Salatbeilage

Das Beste ist: Löwenzahn finden Sie überall, sie sollten nur darauf achten, dass Sie ihn fernab von Verkehrsstraßen pflücken. Am besten ernten Sie die Blätter oder Blüten an einem sonnigen Tag kurz vor der Mittagszeit. In der Heilpflanzenkunde spricht man davon, dass die Wirkstoffe von Kräutern und Pflanzen je nach Wetter schwanken und sie an regnerischen Tagen weniger Wirkstoffe besitzen. Die grünen Löwenzahnblätter können Sie dann ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren. Dagegen sollten Sie die Löwenzahnblüten nicht allzu lange lagern, sondern bereits am Tag des Pflückens verwenden.

So, jetzt werden Sie die kleine gelbe Pusteblume bestimmt in Zukunft mit etwas anderen Augen wahrnehmen und ihr vielleicht einfach mal die Chance geben sie basisch zu genießen!

Konnten wir Sie überzeugen? Wie schmeckt Ihnen der Löwenzahn?

Fotos: Melanie Draganis