Obst & Gemüse richtig lagern: Was macht die Tomate im Kühlschrank?

Am 1. Juni 2022 von

Kühlschrank

Nichts, denn da gehört sie nicht hin. Tomaten brauchen Wärme, auch während ihrer Lagerzeit. Und wie sieht es sonst so aus mit der optimalen Lagerung von Obst und Gemüse? Was gehört in den Kühlschrank und was nicht? Doch nicht nur das „wo“ ist bei der Lagerung von Obst und Gemüse wichtig, auch das „wie“ und mit „mit wem“. Denn es gibt gute und schlechte Nachbarn bei der Lagerung, die mit einer langen Lagerzeit unter Umständen kurzen Prozess machen. Wenn du dein Obst und Gemüse richtig lagerst, ist das Thema Lebensmittelverschwendung für dich erst mal vom Tisch. Wir zeigen dir, wie du mehr aus Deinem Obst und Gemüse machst und wie du nicht nur ihre Lebensdauer verlängerst sondern auch die Vitamine erhälst.

Kühlschrank ja oder nein?

Für die meisten Obst- und Gemüsesorten gilt tatsächlich, dass der Kühlschrank ein idealer Aufbewahrungsort ist, weil im Kühlen der Stoffwechsel von Obst und Gemüse verlangsamt wird. Bei Zimmertemperatur dagegen bleibt der Stoffwechsel aktiv und manche Obstsorten wie Aprikosen, Bananen, Birnen und Kiwis können so weiterreifen. Das Nachreifen kann durchaus ein gewünschter Effekt sein, weshalb die allgemeinen Empfehlungen nicht einheitlich sind.

Nicht in den Kühlschrank gehören:

  • Ananas
  • Avocados
  • Bananen
  • Ingwer
  • Kartoffeln
  • Mangos
  • Papayas
  • Tomaten
  • Zitrusfrüchte

Das heißt nun nicht, dass es egal ist, wo diese Sorten außerhalb des Kühlschranks gelagert werden. Denn sie alle mögen es kühl und dunkel.

Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Gerade die Vitamin C-haltigen Früchte wie Ananas und Zitrusfrüchte mögen es dunkel und eher kühl, aber eben nicht so kalt wie im Kühlschrank. Auch Kartoffeln brauchen eine dunkle und kühle Lagerung, sonst treiben sie zu schnell aus und sind wegen des giftigen Solanins in den Trieben nicht mehr genießbar. Ein kühler Kellerraum eines Altbaus ist hier der Jackpot.

Am besten ins 0-Grad-Fach gehören:

  • Äpfel
  • Alle Beeren
  • Aprikosen
  • Birnen
  • Blumenkohl
  • Brokkoli
  • Champignons
  • Feldsalat
  • Karotten
  • Kiwis
  • Lauch
  • Melone
  • Pak Choi
  • Pflaumen
  • Rot-und Weißkohl
  • Spinat
  • Spitzkohl
  • Trauben
  • Zwiebeln

Tipp: Gemüsefreaks profitieren von einem 0-Grad-Fach im Kühlschrank. Wer keinen hat, kann sein Obst und Gemüse auch in einem normalen Gemüsefach im Kühlschrank lagern. Das ist in jedem Fall besser, als es draußen zu lassen. Wichtig ist, dass Obst, Salat, Kräuter und Gemüse in luftdurchlässigen Folien gelagert werden. Spitzkohl fühlt sich am wohlsten, wenn er in ein feuchtes Tuch eingewickelt wird. Dadurch entsteht eine hohe Luftfeuchtigkeit, was vor Austrocknung schützt.

Gemüse aus Tüte

In den Kühlschrank bei 5 bis 7 Grad gehören:

  • Auberginen
  • Feigen (nebeneinander lagern)
  • Stangenbohnen
  • Gurken
  • Paprika
  • Zucchini

Wer matcht mit wem?

Auch bei Obst und Gemüse gibt es gute und schlechte Partnerschaften, was die Lagerung betrifft. Damit es in deiner Küche ein echtes Match und keinen Matsch gibt, solltest Du dein Obst nicht nach Lust und Laune zusammenlegen. Hier sind es vor allem die Äpfel, die ihren Nachbarn in der Obstschale das Leben schwer, besser gesagt kurz, machen. Es sind die Reifungsgase, Ethylen, die viele Obstsorten ausströmen. Diese Reifungsgase bringen Avocados, Bananen und andere dazu, schneller reif zu werden und damit schneller zu verderben. Doch nicht nur Äpfel, auch andere Obstsorten strömen Reifungsgase aus und für sie gilt daher „social distancing“, wenn du lange was von deinem übrigen Obst haben möchtest. Dazu zählen:

  • Äpfel
  • Aprikosen
  • Bananen
  • Birnen
  • Nektarinen
  • Pfirsiche
  • Pflaumen

Sorten wie Brokkoli, Gurken, Kiwis, Lauch, Salat und Tomaten reagieren darauf beleidigt. Obstsorten und Tomaten können noch nachreifen: Sie werden dadurch schneller reif, was ihre Haltbarkeit verkürzt. Gemüse kann nicht nachreifen. Wird es in der Nähe von Äpfeln und Co. gelagert, dann verdirbt es schneller.

Bananen sind ein Sonderfall. Auch sie entwickeln das Reifungsgas Ethylen. Beim Übersee-Transport werden sie aber so kühl gelagert, dass der Reifungsprozess gestoppt wird. Sie kommen dann grün, also unreif, bei uns an und werden dann in einer Bananenreiferei mit einem speziellen Bananenreifegas, einer Mischung aus einem Phytohormon und Stickstoff, begast (mehr dazu kannst du hier lesen). Übrigens fühlt sich die Banane in unserer Küche am längsten wohl, wenn wir sie hängend lagern.

Uff, beim Lagern von Obst und Gemüse kann man ganz schon viel falsch machen. Am besten benutzt du diesen Beitrag als kleinen Spickzettel, bis es mit der richtigen Lagerung klappt.

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