Wie viele Füllstoffe esst Ihr täglich?

Am 15. Mai 2020 von

Esst Ihr öfter mal Backwaren, Käse, Wurstwaren, Marmeladen, Süßigkeiten, Eis, Kaugummi, Mayonnaise, Fertiggerichte aus Supermarkt oder aus dem Bio-Supermarkt? Gibt es auch mal was aus der Konserve oder nehmt Ihr gar Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente ein? Dann bekommt Ihr nebenbei auch einiges an Füllstoffen ab. Übrigens: Besonders energiereduzierte Nahrungsmittel sind füllstoffreich.

Füllstoffe gelten als Zusatzstoffe und werden meist dazu verwendet, um das Volumen des Produktes zu vergrößern und um den Kaloriengehalt des Nahrungsmittels zu reduzieren, wie beispielsweise in Light-Produkten. Die meisten Füllstoffe wirken auch als Verdickungsmittel wie Guarkernmehl oder Johannisbrotkernmehl. Manche Füllstoffe, wie beispielsweise die unlösliche Cellulose, wirken zusätzlich als Ballaststoff und verleihen dem Produkt eine andere Struktur, so dass im Mund ein sahniges Gefühl entsteht.

Füllstoffe sind in der Regel unlösliche chemische Verbindungen, die derzeit als gesundheitlich unbedenklich gelten. Auch Wasser und Luft werden als Füllstoffe in der Nahrungsmittelindustrie verwendet.

Füllstoffe machen das Essen billig

Und zwar im doppelten Sinne: Preislich und qualitativ. Sie „strecken“ sozusagen das Produkt, reduzieren damit die teuren echten Zutaten, was den Preis senkt. So kauft man einen Käse, der aber nicht nur aus teurem Käse besteht, sondern auch aus Füllstoffen. Eine Mogelpackung, die die Qualität des Lebensmittels herabsetzt. Die Kunden gewöhnen sich an die Niedrigpreise. Damit gerät jeder Hersteller unter Druck, der noch vollständig echte Nahrungsmittel produziert und auf die preissenkenden Füllstoffe verzichtet. Man muss daher beim Einkaufen schon sehr genau hinschauen, um Nahrungsmittel ohne solche Zusätze zu finden. Nicht nur im konventionellen Handel, auch im Biomarkt.

Sind Füllstoffe gesundheitlich bedenklich?

Einige Füllstoffe können die Aufnahme von Nährstoffen behindern. Mikrokristalline Cellulose steht unter dem Verdacht, mit ihren Mikropartikeln die Darmwand passieren zu können. Dadurch können sie vom Körper verwertet werden, ohne dass die Folgen davon bereits erforscht wären. Auch die Nanopartikel im Siliziumdioxid stehen im Verdacht, die Darmwand zu passieren. Dennoch gibt es keine Mengenbeschränkungen für die Verwendung in Nahrungsmitteln und in Medikamenten.

Wie erkenne ich Füllstoffe?

Zusatzstoffe und damit auch Füllstoffe müssen deklariert werden: Entweder über die E-Nummer oder über die genaue Stoffbezeichnung.

Hier eine Auswahl der häufigsten Füllstoffe:

  • Agar-Agar (E 406)
  • Cellulose (E 460)
  • Mikrokristalline Cellulose (E 460i)
  • Guarkernmehl (E 412)
  • Gummi arabicum (E 414)
  • Johannisbrotkernmehl (E 410)
  • Konjak (E 425)
  • Mannit (E 421)
  • Pektin (E 440)
  • Polydextrose (E 1200)
  • Sorbit (E 420)
  • Siliziumdioxid (E 551)
  • Natriumaluminiumsilikat (E 554) und andere Silikate

Bei manchen, wie beispielsweise bei Johannisbrotkernmehl, klingt der Name harmloser als die E-Nummer, weshalb man auf der Packung eher den Namen liest. Andere wie Natriumaluminiumsilikat klingen schon so chemisch, dass die E-Nummer auch nicht mehr abschreckt. Hinter den E-Nummern mit 400, 500 und mit 1200 verbergen sich Füllstoffe.

Der ein oder andere Name, der uns hier begegnet, erscheint auf den ersten Blick nicht dramatisch. So kennt man Pektin vom Apfel und weiß vielleicht, dass Pektin als Ballaststoff geschätzt wird. Oder Konjak, was inzwischen auch viele Liebhaber in der veganen Küche gefunden hat. Es ist allerdings ein Unterschied, ob ich einen echten Apfel esse und mit ihm das Pektin als Ballaststoff oder ob ich industriell mit Äthanol, Salzsäure und Ammoniak verarbeitetes Pektin, dem noch Zusatzstoffe beigemischt werden, in einem zusammengebastelten Lebensmittel esse.

Füllstoffe werden auch in jedem Haushalt beim Selber-Kochen eingesetzt.

Wenn ich mir Agar-Agar im Bioladen oder im Reformhaus hole und damit als Ersatz für Gelatine ein Dessert mache, erreiche ich damit genau die Volumenvergrößerung, wie es die Industrie auch macht. Mit etwas Geschick kann die Mousse au Chocolat aber auch ohne Gelatine oder Agar-Agar in gewünschter Konsistenz machen.

Wacker-Produkte enthalten keine Füllstoffe

Wir verzichten bewusst auf die Verwendung von Füllstoffen.

So enthält beispielsweise unsere Wacker Sauce Grüne Kräuter Bio keine Füllstoffe, obwohl etwas E 410 (Johannisbrotkernmehl) die Soße gebunden hätte. Nun setzt sie sich ab und muss vor der Verwendung einmal gründlich aufgeschüttelt werden. Dafür ist sie völlig frei von Füllstoffen und enthält wirklich vor allem grüne Kräuter.

Auch bei Suppen wird immer gerne gespart und mit Verdickungsmitteln gearbeitet. Nicht so bei unseren neuen Wacker Gemüsesuppen, diese bestehen zu 98,6% aus reinem Gemüse und enthalten weder künstliche Zusatzstoffe noch Füllstoffe. Und köstlich sind sie obendrein. 🙂

Wacker Suppen

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2 Beiträge zu “Wie viele Füllstoffe esst Ihr täglich?”

  1. Sybille Weschenfelder sagt:

    Vielen Dank für die wertvollen Hinweise. Frau kann nicht aufmerksam genug sein, beim einkaufen.

    • Nicole Hage-Baltrusch sagt:

      Liebe Sybille,

      vielen Dank für das großartige Feedback.
      Da geben wir Dir vollkommen Recht.

      Herzliche Grüße,
      das Wacker-Team

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