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Warum sind Sojaprodukte bei basenfasten nicht erlaubt?

Am 4. September 2017 von

Die Sojabohne gehört zu den Hülsenfrüchten und diese sind bekannt für ihren hohen Gehalt an Purinen. Purine (sonst vor allem in Fleisch und in Kaffeebohnen enthalten) werden über die Leber zu Harnsäure abgebaut und können, wenn die Nahrung dauerhaft zu viele Purine enthält, zu der sehr schmerzhaften Gicht führen.

Sojaprodukte und andere Hülsenfrüchte führen somit zu einer Säurebildung im Organismus. Dies bezieht sich vor allem auf Sojaflocken, Sojamilch, Sojasahne, Sojajoghurt, Sojapudding, Sojaaufstriche, Sojafleisch und andere Produkte, die  verarbeitete Sojabohnen enthalten.
Tofu und Tempeh sind fermentierte Sojaprodukte, deren Säurewirkung nicht wirklich untersucht wurde. Durch den Gehalt an hoch konzentriertem Eiweiß sind sie für basenfasten nicht geeignet.

Eine Ausnahme bilden frische Keimlinge und traditionell hergestellte Sojasoßen.
Frische Sojabohnenkeimlinge werden – wie alle Keimlinge – durch die enzymatische Umwandlung im Keimprozess basisch verstoffwechselt. Zudem enthalten die frischen Keimlinge jede Menge Vitamine, Mineralien und Bioaktivstoffe. Keimlinge können Sie ganz einfach selbst züchten.
Sojasoßen – sofern sie aus einer traditionellen Herstellung stammen, sind wertvolle fermentierte Lebensmittel, die in geringen Mengen bei basenfasten für asiatische Gerichte als Würze eingesetzt werden können
(Buchtipp: „basenfasten asiatisch“, Trias Verlag).
Die meisten Sojasoßen, auch die in den Restaurants sind durch High-Tech-Verfahren schnell fermentierte Soßen, die ohne gesundheitlichen Wert sind. Zu empfehlen sind  die Soßen von Arche, Ruschin und Lima – gibt es als „Tamari“ (ohne Weizenbasis) oder Shoyu (auf Weizenbasis) im Naturkostladen, im Reformhaus oder online.

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Soja – alles andere als nachhaltig
Der hohe Eiweißgehalt der Sojabohnen veranlasst viele Menschen, vor allem Vegetarier, Sojaprodukte in ihren Speiseplan aufzunehmen. Das Eiweiß aus Hülsenfrüchten ist in der Tat ideal, da es wesentlich besser verwertet werden kann als tierisches Eiweiß. Gleichzeitig ist der hohe Eiweißgehalt ein Problem für Allergiker. In Soja anbauenden Ländern – vor allem in Südamerika – gibt es einen dramatischen Anstieg an Sojaallergien und dadurch bedingtes Asthma.
Sojabohnen werden seit einigen Jahren zusätzlich vermehrt in der pharmazeutischen Industrie eingesetzt, da man sie anstelle einer Hormonersatztherapie in den Wechseljahren empfiehlt.
Die Sojabohne ist auch das Lieblingskind der Gentechnik und des riesigen Industriezweiges, der sich dahinter aufbaut.
Diese Faktoren führten in den vergangenen Jahren zu einem enormen Ausbau von Sojamonokulturen und auch dafür werden Regenwälder abgeholzt und die Existenzen von Bauern in Argentinien und anderen südamerikanischen Ländern zunichte gemacht.
Ich selbst ernähre mich überwiegend vegetarisch und essen dann lieber einheimische Hülsenfrüchte, Nüsse, Getreide und auch mal einheimischen Ziegenkäse – außerhalb der basenfasten Kur. Wer nach einem langen Winter mal Lust auf eine süße Ananas hat – völlig ok.
Generell habe ich aber mit basenfasten den Anspruch, möglichst saisonales und regionales Obst und Gemüse zu verwenden. Damit werden der Stoffwechsel entlastet, der Geldbeutel und die Natur geschont. Daher: basenfasten lieber ohne Soja!

3 Beiträge zu “Warum sind Sojaprodukte bei basenfasten nicht erlaubt?”

  1. Cornelia sagt:

    Ein sehr guter und ausführlicher Bericht. Ich selber bin Allergiker und reagiere auf Soja. Die tradionell hersgestellte Soja-Sauce allerdings vertrage ich sehr gut, im Gegensatz zu den „modernen“ Soja-Saucen. Ich kann allen Allergikern nur von Sojaprodukten abraten und bedaure es sehr, dass auch in der veganen und vegetarischen Kücke immer mehr auf Soja zurück gegriffen wird. Mittlerweise ist Soja ein Massenprodukt und wir wissen ja wo das hinführt.

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